Bürgermeisterin Völkl: "In Stockerau soll es adventeln". Viele Weihnachtsmärkte wurden coronabedingt abgesagt. Für Stimmung soll trotzdem gesorgt sein.

Von Nathalie Lackner. Erstellt am 17. Oktober 2020 (04:50)
Coronabedingt kann auf den Weihnachtsmärkten heuer nicht wie üblich gefeiert werden.Veryulissa
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Jedes Jahr sorgen diverse Weihnachtsmärkte in der Stockerauer Innenstadt für gute Stimmung in der Adventszeit. Bei Punsch, Glühwein und Maroni können die Besucher die vorweihnachtliche Atmosphäre genießen. Heuer ist die Situation jedoch aufgrund von Corona speziell und stellt die Organisatoren vor eine schwierige He rausforderung.

„Die Weihnachtsmärkte, so wie man sie aus den vergangenen Jahren kennt, die normalerweise mehrere Tage dauern und die Leute massenweise anziehen, können in dieser Form leider nicht stattfinden“, erklärt ÖVP-Stadtchefin Andrea Völkl.

Viele Veranstaltungen abgesagt

Die vorgegebenen Coronaverordnungen müssen auf jeden Fall eingehalten werden. Man habe hier eine Vorbildrolle in der Stadt, ergänzt die Bürgermeisterin. Viele der geplanten Veranstaltungen, wie zum Beispiel die Romantische Einkehr im Advent vom Soroptimist Club (eine Frauenvereinigung, die für karitative Zwecke arbeitet) oder der Barocke Advent am Rathausplatz, wurden bereits abgesagt. Auch den Weihnachtsmarkt am Sparkassaplatz und den Punschstand des Vereins Moritz aus Zissersdorf wird es nicht geben. „Man kann nicht garantieren, dass die Sicherheitsmaßnahmen eingehalten werden. Das Risiko ist einfach zu groß“, so Obmann Walter Schindler.

Vereinzelte Punschhütten

Bürgermeisterin Völkl erklärt: „Trotzdem soll es aber in gewisser Weise ‚adventeln‘ in Stockerau.“ Sehr vereinzelt soll es Punschhütten in der Stadt verstreut geben und ein Christkindlmarkt für Kinder und Familien beim Belvedereschlössl ist geplant. „Der Park dort ist groß und bietet genügend Platz, um die Hütten großflächig verteilen zu können.“ Um das Einhalten der Sicherheitsvorkehrungen garantieren zu können und auch, weil der Weihnachtsmarkt vorrangig an Kinder gerichtet ist, möchte man auf Alkoholausschank verzichten. „Wir sind gerade dabei, ein Konzept dafür zu entwickeln, das natürlich auch noch mit der BH abgesprochen werden muss.“, erklärt die Bürgermeisterin im NÖN-Gespräch.

Auch seitens der Soroptimistinnen herrscht großes Bedauern, dass der Verein seinen Ad ventmarkt nicht durchführen kann. Dennoch gibt es Überlegungen, ob man nicht in ganz kleinem Rahmen etwas veranstaltet. „Vielleicht werden wir an zwei Samstagen einen Stand im Freien, beim Markt, aufbauen, an dem wir den Leuten selbst gemachte Vanillekipferln und Speck anbieten. Aber auch das ist noch nicht sicher“, so Maria Huemer, die Präsidentin der Frauenvereinigung.

Auch beim Club der Kiwanis, der sich für humanitäre Zwecke einsetzt, herrscht noch Ungewissheit, ob der beliebte Punschstand heuer veranstaltet werden kann.