Alpenverein zog Jahresbilanz in Stockerau. Anlässlich seiner Jahreshauptversammlung in Stockerau präsentiert der Österreichische Alpenverein (ÖAV) seine Jahresbilanz.

Von Redaktion noen.at und Michaela Höberth. Erstellt am 19. Oktober 2018 (15:45)
Michaela Höberth

Neben der Rekordzahl von über 545.000 Mitgliedern verzeichnet der größte alpine Verein des Landes aktuell über 22.000 Ehrenamtliche. Mit Naturschutz-Petitionen wie der „Allianz für die Seele der Alpen“ oder Warnungen vor der Neuauflage des „Tiroler Seilbahn- und Skigebietsprogramms“ wird der Alpenverein aktuell seinem Ruf als "Anwalt der Alpen"  gerecht.

Grund zur Freude bescherte heuer das 10-jährige Jubiläum der Bergsteigerdörfer mit drei Neuaufnahmen. Als Mitveranstalter der Kletter-WM in Innsbruck konnte der Alpenverein 2018 seine Kernkompetenz im Bereich Sportklettern ins Rampenlicht stellen. Große Herausforderungen sieht der ÖAV zukünftig im Erhalt der oft als Kulturgut einzuordnenden Wege.

Viele Aktivitäten, auch ohne Berge

Von wegen, der Alpenverein ist nur in den Bergregionen aktiv: Bei der Jahresbilanz der Vereinigung in Stockerau wurde klar, dass gerade in Wien und Niederösterreich großes Interesse am Alpenverein herrscht. Wien ist mit über 126.000 Mitglieders sogar das mitgliederstärkste Bundesland.

Auch in Stockerau ist der Alpenverein sehr beliebt: „Wir haben derzeit 850 Mitglieder, das ist eine sehr große Sektion“, so Vizepräsident Wolfgang Schnabl, der in Stockerau wohnt und früher Obmann des Vereins war. Denn auch ohne Berge bietet der Alpenverein viele Aktivitäten: „Ein Schwerpunkt ist die Stockerauer Au. Wir bieten Kanus zum Verleih an, die über den Sommer so gut wie ausgebucht sind. Außerdem unternehmen wir Führungen mit Kindern, damit sie die Au kennenlernen und ein Bewusstsein dafür bekommen, wie wertvoll dieser Lebensraum ist.“

Im Winter geht es dann auf zum Schikurs nach Saalbach oder zu Schneeschuhwanderungen am Michelberg. Besonders beliebt ist das Kletterangebot: Erst vor kurzem wurde die Kletterwand im Stockerauer Gymnasium ausgebaut, am Dienstag und Freitag kann man als Hobbykletterer die Wand nützen. „Am Freitag bieten wir auch Kurse an“, so Schnabl.