Batoha: „Sind für Hilfe bei Grünpflege dankbar“. Die Gemeindemitarbeiter haben mit den vielen Grünflächen alle Hände voll zu tun. Daher will man in Zukunft vermehrt auf Naturwiesen setzen und hofft auf die Hilfe der Bürger.

Von Michaela Höberth. Erstellt am 08. August 2018 (05:00)
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„Wir wollen dem ‚Natur im Garten‘-Prinzip immer näher kommen“, so VP-Ortschefin Magdalena Batoha, die die Naturwiese in Unterrohrbach zeigt.

Es ist ein wunderschöner Anblick, aber auch eine große Herausforderung für das Gemeindeteam: Leobendorf hat viele Grünflächen, die gepflegt und erhalten werden müssen. „Vor allem im Sommer haben wir viel Arbeit: Nach den Regenschauern sprießen die Pflanzen nur so für sich hin, bei längerer Hitze brauchen sie wiederum viel Wasser“, weiß VP-Bürgermeisterin Magdalena Batoha.

Jeden Tag sind die Gemeindemitarbeiter in den Katastralgemeinden unterwegs, um die Rabatte und Grünflächen zu wässern und zu pflegen. Seit 2017 erhalten sie besondere Schulungen, um einer naturnahen Bepflanzung einen großen Schritt näher zu kommen:

„Wir haben in Unterrohrbach eine Naturwiese angelegt. Sie soll sich immer wieder selbst befruchten und würde so einen geringeren Arbeitsaufwand bedeuten“, erklärt Batoha. Besonders schön daran: Die Wiese blüht in den buntesten Farben, und die Bienen und andere Insekten haben daran ebenso ihre Freude. „Dafür braucht es aber auch die passende Fläche“, macht die Ortschefin klar, die dem „Natur im Garten“-Prinzip immer näher kommen möchte.

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Evi und Willi Loibl kümmern sich liebevoll um die Gründfläche vor ihrem Haus: „Es macht nicht viel Arbeit, schaut aber schön aus“, wissen sie.

Für die kleinen Grünflächen hingegen, die entlang der Straßen liegen, werden helfende Hände gesucht: „Wir würden uns freuen, wenn uns mehr Bürger helfen würden“, lädt Batoha ein. Dabei bietet sich auch die seltene Gelegenheit, das Rabattl vor der eigenen Haustür mitzugestalten. „Wir legen die Grünfläche für die Bewohner an, diese pflegen sie dann“, so Batoha. Dafür gibt es Schilder mit der Aufschrift „Ich werde selbst gepflegt“.

Evi und Willi Loibl sind das beste Beispiel dafür, wie gut die Kooperation zwischen Gemeinde und Bewohnern funktionieren kann: „Ich wollte pflegeleichte Pflanzen, die nicht zu hoch werden“, so Evi Loibl, die sich daher für Lavendel und Scharfgarbe entschieden hat. Die kleine Grünfläche macht nicht viel Arbeit, erfreut das Ehepaar aber jedes Mal, wenn sie nach Hause kommen. „Das gehört ja auch zum Haus dazu“, findet die Hausherrin. Und natürlich dachte das Paar, das selbst Honig erzeugt, bei der Pflanzenauswahl auch ganz besonders an die Bienen.

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