Neue Einfahrt: Korneuburgs Corena-Nova-Anrainer besorgt. Straße direkt vor Eingang: Corena-Nova-Bewohner fordern Verkehrslösung.

Von Veronika Löwenstein. Erstellt am 10. Mai 2019 (05:45)
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Die Situation: Die Bewohner stehen nach dem Ausgang direkt auf der Straße, die die Zufahrt zum Merkur-Parkplatz ist.

„Das ist absolut nicht ideal“, sagt VP-Vizebürgermeisterin Helene Fuchs-Moser ohne Umschweife. Gemeint ist die Situation vor der neuen Wohnhausanlage Corena Nova in der Kwizdastraße. Erste Maßnahmen hat die Stadtgemeinde bereits gesetzt.

Auch auf Facebook ist die Resonanz groß

Unmittelbar vor dem Wohnhauseingang verläuft nämlich die Einfahrt zum Merkur-Parkplatz. Das heißt konkret: 1,75 Meter nach der Eingangstür steht man schon auf der Straße. Die Sicht auf die einfahrenden Autos verstellt noch dazu eine Wand. Will man auf den Gehsteig, muss man erst die Straße überqueren.

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Die Stadt hat reagiert und als erste Maßnahme einen Zebrastreifen aufgemalt. Eine Schwelle und ein Geländer sollen folgen.

Ein Bewohner, der demnächst Vater wird, hat eine Unterschriftenaktion unter dem Motto „Mein.Aufstehen - JA zu sicherem Zugang in der Corena Nova“ ins Leben gerufen. Er bangt um die Sicherheit der neuen Bewohner, vor allem um jene der Kinder.

100 Unterstützer hat er – der namentlich nicht genannt werden möchte – bereits gewinnen können. Auch auf Facebook ist die Resonanz auf seine Initiative groß. Von „Fehlplanung“ und „Zumutung“ ist da die Rede.

Einige berichten, dass sie die Zufahrt erst gar nicht gefunden hätten. „Das ist sehr gefährlich und kann zu schweren Unfällen führen“, ist der Initiator überzeugt. Mit einem Kinderwagen oder Rollator stünde man überhaupt gleich auf der Straße. „Ich selbst wurde schon zwei- oder dreimal fast zum Unfallopfer.“

Stadt hat Maßnahmen für Sicherheit gesetzt

Die Stadtgemeinde tüftelt derzeit an einer Lösung. Auch Vertreter der Bau- und Siedlungsgenossenschaft Frieden seien mittlerweile täglich vor Ort, versichert Fuchs-Moser. Als Sofortmaßnahme wurde Ende letzter Woche direkt vor dem Eingang ein Zebrastreifen aufgemalt. Eine „ordentliche Schwelle“ (Fuchs-Moser) soll demnächst folgen, damit die Autofahrer gezwungen sind abzubremsen.

Geplant ist auch ein Geländer, damit niemand unvermutet die Straße überqueren kann. Für den Sammler der Unterschriften ist das zu wenig: „Das komplette Verkehrssystem gehört neu überdacht“, fordert er.