Erneut Felder und Straßen in Obergänserndorf überflutet. Bei jedem Starkregen ist die Feuerwehr im Einsatz. Die Anrainer versuchen, ihre Häuser mit Barrieren zu schützen.

Von Herwig Mohsburger. Erstellt am 17. Juli 2019 (17:22)
FF Obergänserndorf
Wieder wurden Straßen zu reißenden Bächen. Die Feuerwehr war stundenlang zur Straßenreinigung im Einsatz.

Bereits zum dritten Mal in etwas mehr als einem Monat gab es wieder Überschwemmungen mitten im Ort. Die Schäden fallen diesmal geringer aus, „viele Anrainer hatten sich bereits vorbereitet und ihre Häuser mit Barrieren geschützt“, erklärte VP-Vizebürgermeister Roman Kampleiter gegenüber der NÖN. Er war gerade mit der Aufnahme der Schäden beschäftigt.

Wieder die üblichen Stellen waren es laut Feuerwehrkommandant Lukas Kronberger, an denen das Wasser über die Felder und auf die Straßen strömte. Besonders betroffen war der Bereich um den Mühlweg. Auch Kronberger lobt die Vorsorge der Anrainer, denn diesmal musste kein einziger Keller ausgepumpt werden.

Wetter drehte sich über dem Ort im Kreis

Wie auch er selbst ist ein Teil der Mannschaft schon ohne Alarmierung im Feuerwehrhaus erschienen oder Streife gefahren. „Problematisch war diesmal, dass sich das Wetter über dem Ort im Kreis gedreht hat“, so Kronberger. Dadurch erhöhte sich die Niederschlagsmenge.

Angesichts der Häufung der Überflutungen erklärte VP-Bürgermeister Norbert Hendler der NÖN, dass dringend an einem Rückhaltesystem für das Regenwasser gearbeitet werden muss. Die Gemeinde hat in den vergangenen beiden Wochen die bereits vorhandenen Gräben ausgebaggert und gereinigt. „Aber Wasser kann man nicht zähmen“, erinnert Hendler. Dies zeige sich auch daran, „dass überall, wo eine Verrohrung beginnt, alles übergeht“.