Sierndorf

Erstellt am 04. März 2017, 05:00

von Theodora Höger

„Geht nicht mit der Bonsai-Schere“. BOKU evaluierte Pflegebedarf für das Ufer des Göllersbachs, Gemeinde fällte jetzt Bäume.

Im Rahmen von Unterhaltsmaßnahmen wurden etliche Bäume am Ufer geschlägert. Über die Sinnhaftigkeit scheiden sich die Geister.  |  privat

Vor einem Jahr beauftragte die Gemeinde Studenten der Universität für Bodenkultur (BOKU) damit, die Vegetation am Göllersbach genau unter die Lupe zu nehmen. Vor etwa einem Monat nahm die Gemeinde nun Schlägerungen im Uferbereich vor.

Grünen-Chefin Gabriele Gollner ist von der Vorgehensweise enttäuscht: „Ein Gesamtkonzept für die Uferpflege fehlt. Wir haben der Gemeinde ein Handbuch vom Ministerium für ein lebenswertes Österreich zu dem Thema übermittelt, leider ohne Erfolg. Die Hilfe von Professionisten, also von technischen Planungsbüros, zu holen wäre wichtig, um keinen Schaden anzurichten.“

VP-Vizebürgermeister Johann Eckerl dazu: „Wir können niemanden mit der Bonsai-Schere schicken; wir haben großzügig ausgeschnitten. Ein Berater des Landes hat uns Tipps gegeben, die Ideen von der BOKU haben wir nicht eingearbeitet. Dieses Frühjahr setzen wir noch bis zu 500 neue Hainbuchen im Uferbereich, in der Bachgasse und da, wo wir für den Lärmschutzwall schlägern mussten.“