Sitzbänke in Korneuburg bekommen „Beine“. Sitzbänke verschwinden in Hinterhöfen oder tauchen woanders wieder auf. Die Stadtgemeinde reagiert jetzt rasch und will weitere Bänke anschaffen und aufstellen.

Von Bernhard Preineder. Erstellt am 25. November 2020 (04:15)
Immer wieder verschwinden die öffentlichen Sitzgelegenheiten. Manchmal tauchen sie dann in marodem Zustand wieder auf.
Preineder

Vor allem für ältere, aber auch für körperlich eingeschränkte Menschen sind die Sitzbänke in der Stadt ein willkommenes Platzerl, um während eines Spaziergangs oder eines Einkaufs zu verschnaufen. Mittlerweile werden die Ruhepole aber immer weniger, „zumindest gefühlt“, schildert ein Korneuburger im NÖN-Telefonat seine Erfahrung.

Dass dieser Umstand nicht nur gefühlt ist, unterstreicht der Leiter des Bauamts, Wolfgang Schenk: „Tatsächlich ist das ein Problem.“ Und er hat auch eine Erklärung dafür. Demnach verschwinden immer mehr Sitzgelegenheiten in diversen Hinterhöfen. Und er hat auch schon die Erfahrung gemacht, dass marod gewordene Bänke wieder zum Vorschein kommen, „die dann durch neue ersetzt wurden, nur um wieder zu verschwinden“, erzählt Schenk.

„Wir wollen unsere Senioren ja fit halten und dass sie sich an der frischen Luft erfreuen können. Da kann es nur in unserem Sinne sein, wenn sie auch Sitzgelegenheiten vorfinden, um sich auszuruhen“Leiter des Bauamts, Wolfgang Schenk

Einige hätte man noch in Reserve. Man werde sich jetzt anschauen, wo sie sinnvoll platziert werden können. „Wir wollen unsere Senioren ja fit halten und dass sie sich an der frischen Luft erfreuen können. Da kann es nur in unserem Sinne sein, wenn sie auch Sitzgelegenheiten vorfinden, um sich auszuruhen“, sieht er die Notwendigkeit, hier Abhilfe zu schaffen.

ÖVP-Vizebürgermeisterin Helene Fuchs-Moser stößt ins gleiche Horn: „Es müssten im Grunde eigentlich mehr Bänke sein als früher. Leider werden sie manchmal an völlig anderen Orten unserer Stadt gefunden. Wir haben derzeit noch zwei in Reserve, die umgehend aufgestellt werden.“

Laut Schenk will man jetzt daran gehen, weitere Bänke anzuschaffen, und hofft dabei auch auf Sponsoring seitens der Wirtschaft.

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