Viertelfestival: „Weit einefoahn in d’Gmoa“

Erstellt am 08. August 2022 | 18:29
Lesezeit: 5 Min
Acht Ortschaften, drei Tage und große Vielfalt: Großmugl trumpfte auf.
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2019 hatte sich Großmugl bei der Kulturvernetzung NÖ für die Teilnahme am Viertelfestival angemeldet und bekam auch die Zusage. Erst heuer konnte die große Veranstaltung über die Bühne gehen. Die künstlerische Leitung hatte Rudolf Gratzl inne, der auch die Idee zum Thema „Weit einefoahn in d’Gmoa“ einbrachte. Alle Veranstaltungsorte konnten bequem mit dem Fahrrad erreicht werden.

Vorigen Freitag eröffneten Bürgermeister Christoph Mitterhauser, Elisabeth Schiller von der Kulturvernetzung NÖ und Nationalratsabgeordneter Andreas Minnich das Weinviertel-Festival. Die Ortschaften Großmugl, Geitzendorf, Ringendorf, Steinabrunn, Füllersdorf, Nursch, Roseldorf und Ottendorf präsentierten sich im besten Licht und stellten ein tolles Programm auf die Beine.

Skolka, Saure Hund und Bio-Wok

Ein Highlight war das Open-Air-Konzert von Skolka, die auf ihrer Abschiedstournee im Feuerwehrhaus Großmugl einkehrten und mit ihrer Mischung aus 100 Prozent Weinviertler Dialekt, einer rasanten Mischung aus Ska (Ska ist eine auf Jamaika entstandene Tanzmusik, aus welcher sich später der Reggae entwickelt hat) und Polka mit Posaunen, Trompeten, Bass und Gitarrenriffs bei den Gästen die Füße jucken ließen.

Weiters öffneten viele Anwohner und Betriebe ihre Pforten und luden bei einem Tag der offenen Tür dazu ein, regionale Produkte kennenzulernen. So „brutzelte“ der Biohof der Familie Forstner einen köstlichen Gemüse-Wok mit Produkten aus dem eigenen Bio-Gemüseanbau und die Dame des Hauses Christa Eckenberger, freute sich, dass es allen so gut schmeckte.

Weitere musikalische Darbietungen gab es von „Saure Hund“ aus Retz in Großmugl und Andi Müller in Nursch. Das Bläserensemble des Musikvereins Großmugl konzertierte im schönen Innenhof des ehemaligen Gasthauses Gratzl in Ringendorf. Auch ein Disco-Abend mit Hits aus den 80er- und 90er-Jahren stand in Nursch am Programm.

Mitmachtheater und mehr für die Jüngsten

Über einen großen Ansturm konnte sich Füllersdorf freuen. Man feierte am Sonntag gleichzeitig das traditionelle Laurenzi-Fest, und da das kulinarische Angebot sehr verlockend war, blieb in vielen Haushalten die Küche kalt. Nach der Feldmesse sorgte die Blasmusikkapelle Großmugl beim Frühschoppen und beim Mittagstisch für die musikalische Umrahmung.

Ganz auf die Kinder hatte sich Roseldorf bei seinem Festivalprogramm eingestellt. Ein Mitmachtheater für Kinder und Jugendliche, verschiedene Spielstationen und ein Fahrradparcours sorgten bei den Jüngsten der Gemeinde für sehr viel Spaß.

„Großartiger Einsatz“

Auf eine Reise in die Vergangenheit begab sich Ottendorf. Bei einer Kaffeejause präsentierte Leopold Stremnitzer am Computer die Topothek – eine Datenbank, in der Fotos aus alten und neueren Zeiten zu finden sind – und erklärte den Gästen, wie sie die gewünschten Bilder finden können.

Bürgermeister Christoph Mitterhauser ist stolz auf „seine“ Gemeinde: „Ich bedanke mich bei allen für ihren großartigen Einsatz. Gemeinsam konnten wir ein sehr schönes und abwechslungsreiches Festival auf die Beine stellen.“

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