Sicherheitsabstände: ÖBB reagieren auf Zug-Engpass. Da bekommt das Wort „Stoßzeit“ neue Bedeutung: Am Montagmorgen vermeldeten einige besorgte Pendler, die verlangten „Corona-Sicherheitsabstände“ nicht einhalten zu können...

Von Christoph Reiterer. Erstellt am 25. März 2020 (05:31)
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ÖBB/Eisenberger

Nachdem mehrere wichtige Pendlerzüge im Fahrplan aufgrund der Coronasituation gestrichen worden waren, sei die S-Bahn vor allem ab Korneuburg in Richtung Wien voll gewesen, berichtet eine Betroffene. „Der vorgeschriebene Ein-Meter-Abstand zu anderen Fahrgästen konnte nicht mehr eingehalten werden.“

So habe sich die Frage gestellt, wie man sich in dieser Situation verhalten soll. „Muss ich aus dem Zug aussteigen, um nicht gestraft zu werden bzw., was eigentlich noch wichtiger ist, meine Gesundheit zu schützen?“

Die NÖN fragte bei ÖBB-Sprecher Christopher Seif nach. „Die Gesundheit unserer Mitarbeiter ist das Wichtigste. Um sie und natürlich auch unsere Fahrgäste bestmöglich zu schützen, haben wir zahlreiche Maßnahmen gesetzt. Die ÖBB behalten die Situation selbstverständlich laufend im Auge und reagieren umgehend, sollte dies erforderlich sein“, versichert dieser.

In diesem Fall sei es so, dass die S 4 ab Stockerau um 5.14 Uhr schon als Doppelgarnitur geführt wird. „Ab morgen wird auch der darauffolgende R2207 (Stockerau ab 5.27 Uhr), der heute als Einfachgarnitur unterwegs war, als Doppelgarnitur verkehren“, erklärte Seif am Montag.