Wochenmärkte sorgen für Debatten. In Stockerau wird am Samstag der Wochenmarkt abgehalten, in Korneuburg am Dienstag – Entscheidungen, die für einige Facebook-User angesichts der Corona-Beschränkungen absolut unverständlich sind.

Von Michaela Höberth. Erstellt am 20. März 2020 (17:57)
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Auf den Facebook-Seiten „Was ist los bei uns in Stockerau“ und „Korneuburg – die Stadt in der wir leben“ kam es zu emotionalen Diskussionen, dabei wurde mit Kritik an den Stadtregierungen nicht gespart.  

Die Stockerauer ÖVP-Bürgermeisterin Andrea Völkl reagierte mit einem Post auf die Debatte. „Wir alle müssen Nahrungsmittel kaufen. Der Wochenmarkt mit seinen frischen, gesunden und saisonalen Produkten aus unserer unmittelbaren Region ist eine gute Ergänzung zum Angebot der Supermärkte“, machte sie klar. Dabei würden jedoch strenge Vorgaben gelten: Zwischen den einzelnen Ständen wird ein Abstand von mindestens vier Metern liegen, in den Warteschlagen soll eine Entfernung von zwei Metern zum nächsten Marktbesucher eingehalten werden. Nach dem Einkauf sind die Kunden angehalten, den Markt zügig zu verlassen. Außerdem dürfen nur Lebensmittel angeboten werden. 

Auch die Korneuburger ÖVP-Vizebürgermeisterin Helene Fuchs-Moser meldete sich via Facebook zu Wort. Sie verweist auf ein Informationsschreiben der Ministerien für Landwirtschaft und Soziales sowie der Landwirtschaftskammer, das von der Bezirkshauptmannschaft an die Stadtgemeinden ergangen ist. Darin wird klargemacht: Alle Nahversorger, und dazu zählen auch Märkte, dürfen ihren Geschäften nachgehen und die Bevölkerung versorgen. Natürlich gilt auch hier: Ein Mindestabstand von einem Meter zum Nächsten ist einzuhalten.  

„Es liegt an den Menschen, an uns, was wir daraus machen. In den Supermärkten war heute kaum ein Durchkommen mit den Einkaufswagerln, so eine Drängerei hat es dort gegeben. Der Wochenmarkt findet im Freien statt. Es gibt bessere Ausweichmöglichkeiten. Und dass man jetzt, in dieser Situation, die langsam jedem/jeder von uns bewusst sein muss, den Markt nicht als KOMMUNIKATIONSZENTRUM nützt, davon darf man ausgehen“, machte Fuchs-Moser klar.