Bezirk Krems: Kind missbraucht & Nacktfotos angefertigt. 26-Jähriger vergriff sich an Zweijähriger: 18 Monate bedingt, 7.200 Euro Geldstrafe, Kontaktverbot zu Kindern und Psychotherapie.

Von Jutta Hahslinger. Erstellt am 25. November 2020 (06:16)
Symbolbild
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Glücklich kehrte ein frischgebackener Vater aus dem Kamptal im Sommer vergangenen Jahres nach der Geburt seines Sohnes vom Spital heim, wo sich auch alsbald ein guter Freund (26) der Familie als Gratulant einstellte.

Der 26-jährige Arbeiter aus dem Bezirk Krems kam der Bitte des Kamptalers nach, für einen Duschgang kurz auf dessen zweijähriges Mädchen aufzupassen.

Richterin: „Das wird Sie lebenslang begleiten“

Dass der langjährige Freund der Familie das in ihn gesetzte Vertrauen schändlich missbraucht hatte, stellte sich kurze Zeit später heraus: Bei Ermittlungen wegen Drogenvergehens wurden am Handy des 26-Jährigen kinderpornografische Bilder gefunden. Unter anderem auch Abbildungen von der Zweijährigen.

Die Bilder haben als Vorlage zum Onanieren gedient, gestand der 26-Jährige vor Gericht ein. Er sei damals arbeitslos gewesen und habe aus Langeweile im Internet gesurft. Dabei sei er auf kinderpornografisches Material gestoßen, das ihn erregt habe.

Davor habe er von seiner pädophilen Neigung nichts gewusst. „I habs einfach g‘macht“, sagte er zum Übergriff auf die Zweijährige und beteuerte, dass er jetzt eine Therapie mache.

„Diese Neigung verschwindet nicht von heute auf morgen. Das wird Sie lebenslang begleiten“, ordnete die Richterin eine kontrollierte Psychotherapie an. Weiters verhängte sie über den Verurteilten ein Kontaktverbot zu Kindern und brummte ihm 18 Monate bedingt und eine unbedingte Geldstrafe von 7.200 Euro auf. Rechtskräftig.