Spitzer Kirchenplatz wird doch keine Begegnungszone .... In seiner Anlage kaum verändert wird der Bereich rund um die Kirche. Auch genügend Parkplätze soll es geben.

Von Gertrude Schopf. Erstellt am 26. Oktober 2020 (06:10)
Stufen und auch Abstellflächen wird man im Kirchenplatz-Bereich auch in Zukunft vorfinden.
Johann lechner

Ein barrierefreier Platz rund um die Kirche und auch noch in die angrenzenden Straßen hinein, keine baulich abgegrenzte Fahrbahn, Gleichberechtigung für Fußgänger und Autos (für sie gilt eine 20-km/h-Beschränkung): Eine Begegnungszone haben die Gemeinderäte Cornelia Paul und Christian Hirtzberger für den Kirchenplatz angeregt und auch 120 Bürger mit deren Unterschrift auf ihrer Seite.

Die „offiziellen“ Pläne sehen anders aus: „Die Spitzer haben sich schon vor Jahren nicht für eine komplette Umgestaltung des Platzes, sondern für die Erneuerung der Pflasterung entschieden“, resümierte geschäftsführender Gemeinderat Raimund Pichler die Planung, wie sie nun auch umgesetzt wird: mit bestehendem „Kreisverkehr“ rund um den Platz, Gehsteigen mit Randsteinen und – ganz wichtig – insgesamt 21 gekennzeichneten Parkplätzen entlang der Straßen.

„Wenn wir jetzt anfangen umzuplanen, nehmen wir eine zeitliche Bauverzögerung von fast einem Jahr und höhere Kosten in Kauf“, stellte Bürgermeister Andreas Nunzer seine Ansicht dar und wies unter anderem auch auf die Verringerung der Parkplätze hin, die laut Ansicht eines beigezogenen Verkehrssachverständigen in dieser Begegnungszone mit maximal fünf bis sechs begrenzt seien.

Der Begegnungsplatz-Antrag von „Unser Spitz“ wurde abgelehnt (aus formalen Gründen, da er laut Nunzer an die „falsche Stelle“, nämlich an den Gemeinderat und nicht an ihn gerichtet war!). Die Bauarbeiten wurden an die Firma Schütz vergeben. Kosten: 623.000 Euro, was eine weitere Diskussion zur Folge hatte. Insgesamt 1,4 Mio. Euro wird die Neugestaltung inklusive Leitungsbau kosten, wobei bezüglich Finanzierung noch nicht alles geklärt sein dürfte ...