Winzer Krems stellen auf Fernwärme um. Paradebetrieb investiert 250.000 Euro in die umweltfreundliche Abkehr vom Gas.

Von NÖN Redaktion. Erstellt am 02. Mai 2019 (05:58)
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Spatenstich für die Fernwärmeversorgung der Winzer Krems: EVN-Vorstandsdirektor Franz Mittermayer, Landeshauptfrau-Stv. Stephan Pernkopf, die Hausherren Direktor Franz Ehrenleitner und Obmann Franz Bauer sowie Stadtrat Martin Sedelmaier (von links).
Gregor Semrad

Mit nachhaltiger Fernwärme der EVN wird die Winzer Krems künftig versorgt. Dafür fand in der Vorwoche der Spatenstich statt.

„Das passt zu unserem Qualitätsprodukt Wein und ist uns eine Herzensangelegenheit“Direktor Franz Ehrenleitner

Im Zuge der permanenten Modernisierung setzt der größte Qualitätsweinproduzent Österreichs an der bekannten Adresse Sandgrube 13 auf Fernwärme. Der geschätzte Bedarf von rund 1,2 Gigawattstunden entspricht rund 100 durchschnittlichen Haushalten. 250.000 Euro werden in die Umstellung (bisher: Gas) investiert. Damit spart man jährlich fast 300 Tonnen CO 2 .

„Unser Haus ab sofort mit umweltfreundlicher, sauberer Fernwärme zu versorgen, passt zu unserem Qualitätsprodukt Wein und ist uns eine Herzensangelegenheit“, meint dazu Direktor Franz Ehrenleitner. Für Landeshauptfrau-Stv. Stephan Pernkopf hat die Kooperation Vorbildwirkung: „Die Wärmeversorgung ist einer jener Bereiche, in dem für eine nachhaltige Klima- und Energiepolitik noch Arbeit vor uns liegt. Es ist schön, dass ein Vorzeigebetrieb mit Weltruf hier voranschreitet“.

Für EVN-Vorstandsdirektor Franz Mittermayer ist der Standort Krems ein Paradebeispiel für die Vorteile der Fernwärme: „Im urbanen Raum gibt es viele Wärmeabnehmer auf engem Raum.“ Man wolle in Krems ein zusätzliches modernes Biomasse-Heizkraftwerk errichten. „Dafür liegen bereits alle Genehmigungen vor – wir warten nur mehr auf die notwendige Ökostrom-Förderzusage.“