Plan B für Kremser Gourmetfestival. Wenn die Gastronomie nach Ostern aufsperren darf, könnte von 8. bis 22. April auch kulinarisches Top-Event der Region steigen. Ausweichtermin wäre im Sommer.

Von Franz Aschauer. Erstellt am 19. Februar 2021 (05:51)
Beim Wachau Gourmetfestival geben sich Spitzenköche aus aller Welt die Klinke in die Hand.
Shutterstock/Visionsi, Martin Kalchhauser

Die Gastronomie bleibt zumindest bis Anfang April geschlossen. Das hat Bundeskanzler Sebastian Kurz am Montag bekannt gegeben. Für das Wachau Gourmetfestival besteht nach der Absage im Vorjahr somit noch Hoffnung. Das kulinarische Top-Event, bei dem Spitzenköche aus dem In- und Ausland in heimischen Betrieben aufkochen und hochkarätige Weinverkostungen auf dem Programm stehen, ist von 8. bis 22. April angesetzt. 15 Termine scheinen bereits auf der Website des Veranstalters, der C & E Content & Event GmbH, auf.

Veranstalter Erwin Goldfuss ist mit einer Reihe von Unsicherheiten konfrontiert.
Shutterstock/Visionsi, Martin Kalchhauser

Deren Geschäftsführer, Erwin Goldfuss, geht davon aus, dass das Gourmetfestival „im Wesentlichen stattfinden kann, wenn die Gastro öffnen darf.“ Einen Plan B gibt es trotzdem. „Wir könnten es auch im Sommer machen“, sagt Goldfuss, wenngleich er gerne am ursprünglichen Termin festhalten würde, weil das Gourmetfestival als Saison-Opener zur Marillenblüte positioniert sei.

Gastköche wollen trotz erschwerter Bedingungen mitwirken

Die Unsicherheitsfaktoren im Zuge der Corona-Pandemie erschweren dem Veranstalter und seinem Team die Planung jedenfalls ungemein. Eine frühe verpflichtende Sperrstunde könnte für die mehrheitlich am Abend stattfindenden Veranstaltungen ebenso zum Problem werden, wie Restriktionen bei der Einreise nach Österreich. Besonders das aktuell angespannte Verhältnis zum Nachbarland Deutschland, von wo aus immer wieder Spitzenköche zum Gourmetfestival anreisen, macht Sorgen. „Wir hoffen, dass auch Deutschland dieses strenge Regime nicht mehr aufrechterhalten kann“, sagt Goldfuss. Die Gastköche seien immerhin gewillt, auch trotz der erschwerten Bedingungen mitzuwirken.

Die traditionelle Eröffnungsfeier wird es heuer nicht geben, Schwierigkeiten könnten auch bei der Planung der Weinmesse in der Dominikanerkirche aufkommen, an der verteilt auf zwei Nachmittage bis zu 1.200 Leute kommen. „Da braucht es besondere Maßnahmen der Publikumsführung, Einbahnregelungen und Desinfektionsstationen“, sagt Goldfuss.

Ein zweites Großevent das seine C & E Content & Event GmbH organisiert, ist das Wachauer Volksfest, das von 26. August bis 5. September über die Bühne gehen soll. Hier sei man gerade dabei, die Standverträge abzuschließen. Ob das Spektakel im Stadtpark mit bis zu 120.000 Besuchern heuer tatsächlich stattfinden kann, soll im Juni entschieden werden.