Gozzoburg-Lift: IMC verweigert Anrainer (72) Nutzung. Gozzoburg-Lift ist nicht mehr öffentlich. Selbst für Bewohner des Nachbarhauses gab es keine Ausnahme.

Von Franz Aschauer. Erstellt am 30. Januar 2018 (05:16)
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Geht es nach dem IMC, soll der Lift von der Unteren Landstraße in die Gozzoburg nur von Gehbehinderten an Vormittagen unter der Woche genutzt werden dürfen.

Im Rahmen der 2007 abgeschlossenen Generalsanierung der Gozzoburg wurde in dem historischen Gebäude auch ein Lift installiert. Über Jahre war er für die Öffentlichkeit ein gern in Anspruch genommenes Beförderungsmittel in die Untere Landstraße und umgekehrt.

Als dort aber das spanische Lokal „El Gozo“ zusperren musste und sich die IMC-Fachhochschule mit einem Co-Working-Space angesiedelt hat, war es mit der Liftnutzung für die Öffentlichkeit schlagartig vorbei. Seinem Ärger darüber Luft macht jetzt Erich Schaber, der im Nachbarhaus der Gozzoburg am Hohen Markt lebt.

IMC verweist auf den Mietvertrag

Selbst für den 72-jährigen Anrainer machte eine IMC-Mitarbeiterin zuletzt keine Ausnahme. „Und das, obwohl es zwischen der Stadt und dem IMC keine schriftliche Vereinbarung über die Liftnutzung gibt. Er ist damals mit öffentlichen Geldern finanziert worden!“, ärgert sich Schaber.

Seitens des IMC verweist man auf den Mietvertrag: „Darin gehört der Lift zum Mietgegenstand.“ Komplett ausschließen will die FH die Öffentlichkeit von dem 13 Meter in die Höhe führenden Aufzug nicht. Gehbehinderten Personen werde die Liftnutzung „auf freundliche Anfrage“ an Vormittagen unter der Woche ermöglicht – allerdings nur in Begleitung eines Mitarbeiters. „Aus Sicherheitsgründen“, so das IMC.

Hannes Zimmermann, Chef der Kremser Immobilien Gmbh am Magistrat, wünscht sich eine bessere Lösung. „Ich werde in intensiven Kontakt mit dem IMC treten, um einzelnen Personen, die einen berechtigten Bedarf haben, die Liftnutzung zu ermöglichen.“ Vorstellen könne er sich etwa eigene Ausweise.