Forderung erneuert: Einbahnen für Radfahrer öffnen!. Lösung in Alauntalstraße lässt weiter auf sich warten. Generelle Öffnung ist fern.

Von Martin Kalchhauser. Erstellt am 18. Juni 2019 (04:55)
Martin Kalchhauser
Jakob Pachschwöll von der Radlobby Krems (links) und Jakob Waldhör (Hochschülerschaft der FH Krems) vor der „ewigen“ Baustelle in der Arbeitergasse, an der angeblich die Öffnung der Alauntalstraße für Radfahren gegen die Einbahn scheitert.Kalchhauser

Die rasche Öffnung der Einbahn in der Alauntalstraße, sodass sie zumindest zwischen Gaswerkgasse und Arbeitergasse Richtung Osten befahrbar wird, fordern einmal mehr Radlobby und Hochschülerschaft (ÖH) der IMC FH Krems. Ein weiterer „Kandidat“ für eine Öffnung wäre die Sigleithenstraße. Und auch die generelle Erlaubnis für Radler, gegen die Einbahn zu fahren, ist wieder am Tapet.

„Die Umsetzung unserer Forderung wäre bei gutem Willen seitens der Stadt jederzeit sofort machbar.“Jakob Waldhör, Vorsitzender der ÖH an der IMC FH Krems

Eine Öffnung der Alauntalstraße „so bald wie möglich“ fordern ÖH-Vorsitzender Jakob Waldhör und Jakob Pachschwöll von der Radlobby Krems. Damit würde der Weg der vielen Studenten zwischen Campus und Zentrum deutlich kürzer.

Waldhör ärgert sich, dass die Lösung von einer „technischen Befahrbarkeit“ der Arbeitergasse abhängig gemacht werde. Diese sei aber angeblich wegen einer „ewigen“ Baustelle nicht gegeben. Für Waldhör und Pachschwöll, die sich natürlich eine Öffnung bis zum Stadtgraben wünschen, wäre die Umsetzung bis zur Arbeitergasse „sofort machbar“.

Scheichel: „Das werden wir auch machen!“

Verkehrsstadtrat Alfred Scheichel ist nach eigenen Angaben dem Anliegen gegenüber „positiv eingestellt“. „Das werden wir auch machen!“, kündigt er an. Wann? „Das ist wegen der Baustelle leider noch offen, aber vergessen ist es nicht!“

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Verkehrsstadtrat Alfred Scheichel: Öffnung der Einbahn Alauntalstraße ist „nicht vergessen“.

Auch wenn eine Studie des Kuratoriums für Verkehrssicherheit von einer Öffnung des betreffenden Abschnittes der Alauntalstraße abrät, könnte diese kommen, wenn die Arbeitergasse zwischen Alauntalstraße und Stadtgraben für Fußgänger und Radfahrer freigegeben wird. Ein Fahren gegen die Einbahn bis zum Stadtgraben sei aber wieder ein neues Kapitel. Sie berge zusätzliche Gefahren. „Da müsste die Kreuzung mit dem Stadtgraben entschärft werden. Da fallen einige Parkplätze weg, daher sind die betroffenen Anrainer dort dagegen.“

Er wisse, dass die aktuelle Situation nicht befriedigend sei – auch in der Sigleithenstraße (zwischen Wiener Straße und Bründlgraben), die für ein Fahren gegen die Einbahn breit genug sei und den Radfahrern am Weg ins EKZ Mariandl die Querung der gefährlichen Hafenstraßen-Kreuzung ersparen würde. Er spreche sich „überall, wo es geht und nicht zur Gefahr wird, dafür aus, dass wir durch Verkehrsmaßnahmen die ,Stadt der kurzen Wege‘ fördern.“

Eine generelle Freigabe der Einbahnen in Krems, wie sie die Radlobby ebenfalls schon gefordert hat, liege „nicht im Bereich der Stadt. Das ist eine verkehrspolizeiliche Angelegenheit.“ Sie scheint in weiter Ferne …

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