Arsen-Vergiftungen: 81-Jähriger zu Vermögensübergaben befragt. Im Fall einer des zweifachen Mordes verdächtigen Polin ist am Dienstag ein 81 Jahre alter Wiener befragt worden, in dessen Wohnung die 51-Jährige Ende März festgenommen worden war.

Erstellt am 02. Oktober 2012 (15:06)
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Der Pensionist habe die allermeisten der beim Sohn (28) der Frau in Polen gefundenen Briefmarken als aus seiner Sammlung stammend identifiziert, sagte Franz Hütter, Sprecher der Staatsanwalt Krems.

Der Wert der Sammlung stehe noch nicht fest, sei aber durchaus beachtlich, so Hütter. Der Wiener, dessen Befragung aufgrund seines schlechten gesundheitlichen Zustands vorgezogen worden sei, habe betont, mit der Betreuung durch die Pflegerin insgesamt "sehr zufrieden" gewesen zu sein. Er gab an, ihr Geldgeschenke gegeben zu haben - allerdings nicht die Briefmarken.

Mit einer Anklage gegen die Beschuldigte sei "in ein paar Wochen" zu rechnen, meinte Hütter. Man warte noch auf Rechtshilfe aus Polen.

Die in U-Haft befindliche 51-Jährige soll zwei Pensionisten vergiftet haben, um an deren Vermögen zu gelangen. Die Männer starben im Oktober 2010 und im Februar 2011 in Krankenhäusern in Wien und Krems. Ihre Leichen waren Anfang April exhumiert worden. Die toxikologische Untersuchungen hatten als Todesursache Arsen ergeben. Gegen den in Polen lebenden Sohn der Verdächtigen ermittelt die Staatsanwaltschaft Krems wegen vermögensrechtlicher Delikte.