Arsen-Vergiftungen: Staatsanwalt will im Herbst anklagen. Im Fall der festgestellten Arsen-Vergiftungen eines Wieners (68) und eines Niederösterreichers (62) soll im Herbst Anklage gegen die Verdächtige (51) erhoben werden, sagte Franz Hütter, Sprecher der Staatsanwaltschaft Krems.

Erstellt am 11. Juli 2012 (11:48)
Auf Spurensuche: Staatsanwalt Mag. Franz Hütter.NÖN
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Er ging davon aus, dass bei der Haftprüfung am kommenden Montag die U-Haft über die Polin verlängert wird. Hütter bestätigte einen Bericht der Tageszeitung "Österreich", dass ein psychiatrisches Gutachten beauftragt wurde. Es soll die Zurechnungs- und Verhandlungsfähigkeit der Beschuldigten klären. Der Sohn der Frau, gegen den hinsichtlich vermögensrechtlicher Delikte ermittelt wird, sei über Rechtshilfeersuchen in Polen befragt worden. Laut Hütter ist das Ergebnis noch nicht in Krems eingelangt. Die Verdächtige befindet sich seit Ende März in U-Haft. Sie sei massiv suizidgefährdet und stehe daher unter medizinischer Aufsicht und werde psychologisch betreut, sagte ihr Verteidiger Timo Gerersdorfer laut ORF NÖ. Die Pflegerin steht im Verdacht, zwei Männer getötet zu haben, um an deren Vermögenswerte zu gelangen. Die Leichen wurden Anfang April exhumiert. Die toxikologische Untersuchung ergab, dass sie durch Arsen starben. Laut Gutachten des Sachverständigen Christian Reiter erfolgte die Zufuhr des Gifts, das in den Nägeln und Organen der im Oktober 2010 und Februar 2011 Verstorbenen nachgewiesen wurde, jeweils über einen Zeitraum von mehreren Monaten.