Kremser „International School“ wird bald auch Gymnasium. Die zweisprachige katholische Privatvolksschule ist nach anderthalb Jahren bestens etabliert und will „expandieren“.

Von Petra Vock. Erstellt am 16. Januar 2018 (04:10)
Gemeinsam lachen, lernen und spielen – und das auf Deutsch und Englisch: Schüler der „International School Krems mit ihrer englischsprachigen Lehrerin Kate Hofmann, Direktorin Petra Wolfsberger und Professorin Anna-Teresa Humpel. Foto: Johann Lechner
Johann Lechner

Auf Expansionskurs ist die „International School Krems“ (ISK): Neben der Volksschule wird es ab Herbst auch ein Gymnasium geben, in dem zweisprachig unterrichtet wird.

Die Nachfrage nach der internationalen katholischen Privatvolksschule ist beachtlich, wie Direktorin Petra Wolfsberger der NÖN berichtet: „Schon jetzt haben 19 Kinder Interesse für das nächste Schuljahr.“

Insgesamt 37 Kinder in zwei Mehrstufenklassen

Begonnen hat der Unterrichtsbetrieb auf dem Campus der Kirchlichen Pädagogischen Hochschule in der Mitterau im Vorjahr mit 21 Kindern, heuer gibt es zwei Mehrstufen-Klassen mit insgesamt 37 Kindern.

Direktorin Petra Wolfsberger: „Jede Sprache ist ein Kulturgut, auf das wir stolz sind.“
J. Lechner

Fünf Kinder wachsen daheim mit Englisch auf, einige haben eine andere Zweitsprache. „Wir versuchen, das einzubauen, indem wir fragen: ,Wie heißt das auf Holländisch?‘“, so Wolfsberger. „Jede Sprache ist ein Kulturgut, auf das wir stolz sind.“

Unterrichtet wird teils auf Deutsch, teils von einer Muttersprachlerin auf Englisch – mit dem Ziel, dass die Kinder auf natürliche Weise beide Sprachen erlernen. Mit Erfolg: Bei den Cambridge-Prüfungen habe man „ganz tolle Ergebnisse“ erzielt, freut sich Wolfsberger.

Das Wort „Hausübung“ kennen die Schüler gar nicht, denn geübt wird in der Schule. Die ISK ist nämlich eine sogenannte „verschränkte“ Ganztagsschule, die von 8.30 bis 15.30 Uhr dauert und in der sich Lern-, Bewegungs- und Spielephasen abwechseln. Zusätzlich gibt es für einen Aufpreis von 100 Euro ab 7 Uhr Morgenbetreuung und bis 17 Uhr Nachmittagsbetreuung.

Offenheit und Tradition sind kein Widerspruch

Internationalität und das Feiern der Kirchenfeste sind an der ISK kein Widerspruch, beides wird großgeschrieben. Ebenso wie ein wertschätzender Umgang, die tägliche Bewegungseinheit und Begabtenförderung.

Für das Schulgeld von 350 Euro monatlich werden bei Bedarf auch Stipendien vergeben.

Platz für das Gymnasium, das ab Herbst neu hinzukommt, ist durch Umbauten geschaffen worden. Zweisprachigkeit wird nicht vorausgesetzt: Willkommen sind Kinder von allen Volksschulen. In einer „Summer School“ sollen sie auf den Unterricht vorbereitet werden.