2020er-Federspiele in der Wachau auf dem Prüfstand. Das Magazin Falstaff hat die Federspiel-Cupsieger gekürt. 93 Punkte für die Sieger Domäne Wachau und F.-J. Gritsch.

Von Gertrude Schopf. Erstellt am 02. Mai 2021 (05:33)

Als „Megaerfolg“ bezeichnet die Domäne Wachau den Sieg beim diesjährigen Federspiel-Cup des Falstaff-Magazins: Mit 93 Punkten wurde das Riesling Federspiel Ried 1000-Eimer-Berg 2020 bedacht, was den „1. Cupsieg“ bedeutete. Insgesamt sieben Rieslinge der Wachau, alle aus besten Lagen von Spitz bis Dürnstein, erhielten je 93 Punkte. Für 14 weitere DAC-Rieslinge gab es je 92 Punkte.

In der Kategorie der Grünen Veltliner setzte sich das Weingut Franz-Josef Gritsch (Mauritiushof) aus Spitz ebenfalls mit 93 Punkten für sein Federspiel Ried Klaus als Cupsieger durch. Sechs weitere GV-Federspiele wurden mit 93 Punkten bewertet, 25 holten sich je 92 Punkte, darunter vier Federspiele der Domäne.

„Eigentlich war 2020 ein Jahr zum Vergessen: Erst hat der Virus unser Leben auf den Kopf gestellt, dann hagelte es im August Eier vom Himmel, und im Anschluss daran hatten wir einen kalten und verregneten Herbst“, freut sich Domäne-Wachau-Kellermeister Heinz Frischengruber, dass unter diesen Bedingungen dennoch eine Serie „spektakulärer Weine“ entstehen konnte. Intensive Traubenselektion bildete die Grundlage des Erfolgs, es wurde allerdings die „kleinste Ernte aller Zeiten: Viel gibt es nicht. Aber das, was wir haben, schmeckt super!“, so Frischengruber.

Auch in Spitz war es vor allem der Hagel, der im Vorjahr die Ernte dezimiert hat. „Nur durch akribische Arbeit im Weingarten konnten großartige Weine entstehen“, sagt Cupsiegerwinzer Franz-Josef Gritsch.