Bestes Weingut des Landes kommt aus der Wachau. Familie Hofstätter holt Landessieg nach Spitz. Betrieb der Bundesweinkönigin Diana I. Müller erhielt volle 40 Goldmedaillen.

Von Martin Kalchhauser. Erstellt am 29. Juli 2020 (05:40)

Zur Prämierung der Sieger der diesjährigen Weinprämierung reiste Landwirtschaftskammer-Präsident Johannes Schmuckenschlager heuer in die Wachau. Hier, genauer in Spitz, ist das „Weingut des Jahres 2020“ zu Hause.

Der Sieg ging an das Weingut Hofstätter aus Spitz – und damit zum ersten Mal in die Wachau. Der Betrieb konnte sich mit zwei Top-Weinen gleich zwei der insgesamt 18 vergebenen Landessieger-Titel sichern: In der Kategorie „Riesling“ war man mit dem Riesling Smaragd Ried 1000-Eimer-Berg 2019 ebenso unschlagbar wie bei der „Sortenvielfalt weiß“ mit dem Neuburger Smaragd 2019.

Ein dritter Landessieger ging ebenfalls in den Bezirk Krems. Das Weingut Christoph Edelbauer aus Langenlois ließ nämlich in der Kategorie „Blauer Burgunder, St. Laurent“ mit einem Pinot Noir 2017 alle Mitbewerber hinter sich.

Neuer Titel war fast ein Geburtstagsgeschenk

Zugleich mit der Prämierung der blau-gelben Topweine erfolgte auch die Ernennung der bisherigen, seit April 2019 amtierenden NÖ Weinkönigin zur Bundesweinkönigin. Diana I. trägt diesen Titel nun für ein Jahr. Die sympathische Jungwinzerin aus dem Weingut Müller in Krustetten, deren 24. Geburtstag beinahe mit ihrer nunmehrigen Krönung zusammengefallen ist, ist Absolventin der HBLA Klosterneuburg und eines Management-Studiums an der IMC-Fachhochschule Krems. Sie arbeitet im elterlichen Betrieb.

836 Betriebe stellten sich dieses Jahr dem größten Weinwettbewerb des Landes und reichten insgesamt rund 5.200 Weine zur Verkostung ein. Im Weingut der Königin hat man einen weiteren Grund zu riesiger Freude. Von den mit Gold ausgezeichneten Weinen stellt das Weingut Müller aus Krustetten heuer sensationelle 40! Mehr Auszeichnungen schaffte niemand anderer.

Das Weinjahr 2019 ließ übrigens die „Neuner-Legende“ weiterleben, die besagt, dass Jahrgänge mit einem Neuner am Ende stets ganz besonders gute sind. Auf den warmen, niederschlagsarmen Winter folgte ein wechselhafter Frühling. Der April war erneut sehr warm, während der kälteste Mai seit 1991 viel Regen mit sich brachte und die Entwicklung der Reben bremste. In der Nachbetrachtung war diese feuchte Periode ein Glücksfall, denn sie trug dazu bei, dass die Rebkulturen die heißen Sommermonate unbeschadet überstanden haben.

Präsident Schmuckenschlager lobte Einsatz und Fleiß der Winzer: „Ihre gute Arbeit sorgt nicht nur für hohe Anerkennung in Österreich, sondern weit über die Landesgrenzen hinaus.“ Sie würden auch dem Wunsch der Konsumenten gerecht, „die nicht nur auf hohe Qualität Wert legen, sondern die auch wissen wollen, woher die Produkte stammen und unter welchen Bedingungen sie hergestellt wurden“.