Piaristenkollegium Krems: Sanierung gelungen

Für Dachreparatur war es höchste Zeit. 185.000 Euro investiert. Umfassende Arbeiten verhindern weitere Schäden an Gebäude.

Erstellt am 15. Januar 2022 | 04:59
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Das Dach und zwei Giebelwände des Piaristenkollegiums Krems konnten in der zweiten Jahreshälfte 2021 nachhaltig saniert werden. Vorbildliche Zusammenarbeit zwischen verschiedenen Projektpartnern waren beim 185.000 Euro teuren Vorhaben prägend.

Es handelt sich dabei um Maßnahmen, welche man zwar nicht im ersten Moment sieht, aber für die kommenden Jahre von großem Nutzen für die Erhaltung der historischen, denkmalgeschützten Bausubstanz sein werden.

Seit 1776 nehmen sich die Piaristen der Objekte (Kirche und Kollegium) an. Letzteres ist derzeit großteils vermietet – Bundesgymnasium und IMC-FH Krems finden hier Aufnahme. Drei junge Piaristen sind seelsorgerisch tätig.

Durch Witterungseinflüsse der vergangenen Jahrzehnte hatten sich die Giebelwände an den Fassaden nach vorne zu neigen begonnen. Die Holzkonstruktion des Dachstuhls war den Niederschlägen ausgesetzt. Ziele der umfassenden Sanierung waren der Erhalt der alten Bausubstanz, Stabilisierung der Wände und Verhinderung weiterer Schäden. Mitte 2020 konnten noch dazu holzzerstörende Organismen in der Dachkonstruktion identifiziert werden. Die Sanierung wurde von der Ziviltechnikfirma FCP erfasst, die Firma Kinastberger mit den Arbeiten beauftragt. Land NÖ und Bundesdenkmalamt unterstützten finanziell.

Es galt, Dachschäden zu beheben, Ziegelschutt aus dem Gesimse des Dachstuhls zu entfernen und die frei stehenden Giebelwände mit einer schubfesten Verbindung mit dem Dachstuhl zu verstärken. Der Steinmetzbetrieb Mittendorfer sanierte die Wetterfahnen an den Giebelwänden. Sie zeigen das Symbol der Jesuiten und sind noch aus der Zeit der Vorgänger der Piaristen erhalten.

Der Schutz der historischen Bausubstanz war von großer Bedeutung. Jetzt freuen sich die Piaristen über den erfolgreichen Abschluss der Arbeiten. Pater Jean de Dieu Tagne, Generaldelegierter der Piaristen in Österreich: „Krems ist für uns ein wichtiger Ort und der Erhalt unseres Kollegiums hat einen hohen Stellenwert. Ich danke daher allen Beteiligten und Projektpartnern für die gute Zusammenarbeit.“