Kremser Wienertor Center auf Kurs. Bereits im April soll mit dem Bau des 40-Millionen-Euro-Projekts in der Wiener Straße begonnen werden. Die NÖN hat die ersten Visualisierungen des Megabaus.

Von Thomas Werth. Erstellt am 22. Februar 2017 (05:59)
Visualisierungen: Schreiner, Kastler Büro für Kommunikation GmbH
So soll das Wienertor Center im Spätherbst 2018 aussehen. Bereits jetzt soll die Vorverwertung bei 30 Prozent liegen, die Verantwortlichen rechnen mit einer Vollauslastung im Frühjahr 2019.

Vergangene Woche ging die Bauverhandlung für das Megaprojekt „Wienertor Center“ positiv über die Bühne – und nun soll es sehr schnell gehen. Bereits im April sollen die Bauarbeiten für das 40 Millionen Euro teure Bauvorhaben beginnen, im Spätherbst 2018 ist die Fertigstellung geplant. Die NÖN hat nicht nur erste offizielle Visualisierungen, sondern auch die Details, was nun tatsächlich an der Wiener Straße entstehen soll.

NOEN
82 Wohnungen, einige davon mit einem Eigengarten, sollen entstehen.

So sollen 4.400 m des insgesamt 8.000 m großen Grundstücks verbaut werden. Insgesamt sollen rund 14.000 m Nutzfläche zur Verfügung stehen. „Wir planen Wohnungen, Büros, Studentenappartements, betreutes Wohnen und einen Lebensmittelmarkt“, erklärt Thomas Rattensperger, Geschäftsführer der WTC Real Estate GmbH.

Insgesamt sind 82 Wohnungen (Eigentum- und Vorsorgewohnungen), davon 33 für betreutes Wohnen, auf einer Fläche von 7.500 m vorgesehen. Laut Rattensperger handelt es sich überwiegend um 2-Zimmer-Wohnungen, aber auch 1-, 3- und 4-Zimmer-Varianten soll es geben. „Alle haben eine Loggia, Terrasse oder Eigengarten“, erklärt er. Auf 800 m sollen außerdem 31 Studentenappartements errichtet werden.

„Großprojekte haben nicht nur Unterstützer“

Auf rund 5.000 m sollen Büros entstehen, auch Ärzte sollen sich dort ansiedeln. Während die Wohnungen fertig geplant sind, sind die Büros noch flexibel gestaltbar, wie Rattensperger erklärt: „Wir haben den Bereich vorerst sehr offen gestaltet, er ist je nach Bedarf noch beliebig einteilbar.“ Im Erdgeschoß wird auf rund 1.000 m voraussichtlich Billa einziehen. Insgesamt sollen mehr als 300 Parkplätze im Erdgeschoß und auf zwei Untergeschoßen entstehen.

Derzeit befindet sich das Projekt mitten im Vergabeprozess.

Im Vorfeld erntete das Projekt teils massive Kritik (unter anderem von FPÖ und UBK), weil es angeblich auch die Altstadt aushöhle. „Wir waren über die Kritik verwundert, haben aber selbst abgewartet, bis das Projekt positiv begutachtet wurde“, erklärt Rattensperger, warum darauf nie geantwortet wurde – und er ergänzt: „Bei einem Großprojekt wird es immer Personen geben, die es unterstützen, und jene, die es nicht unterstützen. Aber ich nehme an, dass es – je bekannter es wird – als positives Projekt für Krems erkannt wird.“