„Fehlalarm“ um Busgebühr in Stein. Parken bei der Schiffsstation wird neu geregelt. Spezielle Tarife sollen jedoch Kostenlawine vermeiden.

Von Martin Kalchhauser. Erstellt am 17. Januar 2020 (04:34)
KIG-Chef Hannes Zimmermann bestätigt kurz bevorstehende Bewirtschaftung des Bus-Parkplatzes bei der Schiffstation Krems-Stein.
Fotos: Martin Kalchhauser

„Wenn die neue Parkgebühr für Busse an der Steiner Schiffstation kommt, kostet der Tag die Unternehmen 600 Euro. Das ist mehr als in Wien!“, wandte sich ein Kremser Gastronom wegen der Neuregelung des Parkens besorgt an die NÖN. Doch es gibt Entwarnung. Voraussichtlich kommt ein 24-Stunden-Ticket um vergleichsweise günstige 50 Euro.

KIG-Chef Hannes Zimmermann (Bild)
NOEN

„Wir stehen kurz vor dem Abschluss einer Vereinbarung, in der wir uns mit den anderen Wachaugemeinden auf ein einheitliches Konzept verständigt haben“, erklärt Hannes Zimmermann, Geschäftsführer der Kremser Immobilien-Gesellschaft (KIG), die für die Parkraumbewirtschaftung zuständig ist. Die Schrankenanlage wurde zwar schon errichtet (und dort ist auch von den 25 Euro „je angefangene Stunde“ für Reisebusse zu lesen), aber vorbehaltlich der Zustimmung der Gremien (Gemeinderäte und Welterbe GmbH) wird die einheitliche Einhebung von Gebühren erst im Juni starten.

Die Schrankenanlage in Krems-Stein wird aber bereits ab dem Frühjahr in Betrieb sein. Busse dürfen dann nur mehr für wenige Minuten in den Bereich einfahren, um Passagiere aus- oder einsteigen zu lassen, wie Zimmermann erklärt. Danach kommt es zur Verrechnung der 25 Euro für die erste Stunde. Maximal werden pro Tag aber nur 50 Euro fällig.

Wachaugemeinden vor überregionaler Einigung

Ab dem Juni könnte es dann eine zusätzlich regionale Vereinbarung geben, der die ebenfalls vom Bustourismus stark betroffenen Wachaugemeinden Dürnstein, Spitz, Emmersdorf und Melk beitreten wollen. Hier soll ein Bus-Tagesticket um 75 Euro einen Tag lang die Einfahrt in sämtliche Abstellanlagen in allen Gemeinden abdecken. Diese Lösung wäre vor allem für Unternehmen interessant, die zum Beispiel Gäste in Melk zum Schiff bringen, sie in Spitz wieder aufnehmen und in Krems erneut zum Schiff bringen.

„Zunächst wird es auf jeden Fall einen Probebetrieb geben“, kündigt Zimmermann an. Wann genau, könne man derzeit leider noch nicht sagen, spricht er jedoch von einer „zeitnahen Lösung“.

Der Kremser Stadtchef Reinhard Resch bestätigt die weit gediehenen Verhandlungen. „Die Sache ist zwar noch nicht ganz bis ins Detail fertig konzipiert, aber wir sind schon sehr weit“, spricht auch er von einer bevorstehenden guten Lösung der Problematik. Die Zeiten, in denen Busfahrer stundenlang unnötig die wenigen Stellplätze an der Schiffstation blockiert hätten, seien jedenfalls bald vorbei. „Es ist ja kein Problem, dass sie, wenn sie mehrere Stunden Wartezeit haben, aus dem Bereich ausfahren und zur Abholung der Gäste später wieder zurückkommen.“