Mauterner Versicherer plünderte Lebensversicherungen. Mit fingierten Schadensmeldungen und gefälschten Urkunden dürfte 28-Jähriger aus Mautern (Bezirk Krems) 57.000 Euro ergaunert haben.

Von Karl Pröglhöf. Erstellt am 04. Mai 2017 (17:02)
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Symbolbild

Versicherungsbetrug ist kein Kavaliersdelikt. Schon gar nicht, wenn der Versicherungsmitarbeiter selbst zum Betrüger wird: Unter diesem Verdacht steht derzeit ein 28-jähriger Mann aus Mautern.

Vom Geld ist nun nicht mehr viel da...

Seine Masche: Er fingierte mehrfach Glasbruch- und Sturmschäden mit Beträgen unter 1.000 Euro, die nicht begutachtet wurden, und überwies das Geld auf Konten von Kunden. Dann tauchte er bei diesen auf, gab vor, dass dieser Betrag irrtümlich überwiesen worden sei und einem anderen Kunden zustehe. Deshalb verlangte er die Rücküberweisung – auf sein Konto!

Damit nicht genug: Er kündigte Lebensversicherungen von Kunden ohne deren Wissen – vor allem aus dem engeren Familienkreis –, in dem er Unterschriften fälschte. Die Auszahlungsbeträge ließ er dann auf eines seiner Konten überweisen …

Insgesamt werden dem Tatverdächtigen von Mai 2014 bis Oktober 2016 von den Kriminalbeamten der Polizei Krems 30 Betrugshandlungen und 10 Urkundenfälschungen zur Last gelegt. Die Schadenssumme beläuft sich auf knapp 57.000 Euro.

Vom Geld ist nicht mehr viel da. Der mutmaßliche Betrüger hat es für Reisen und Lokalbesuche ausgegeben.

Der Mann wurde bei der Staatsanwaltschaft angezeigt.