AK-Wahl: Zweites Mandat für die Sozialisten!. Fünf Kammerräte aus der Region Krems werden im neuen AK-Parlament vertreten sein. FSG-Spitzenkandidat Markus Wieser holte Sieg. FCG mit Verlust. Die Wahlbeteiligung war gering.

Von Franz Aschauer und Martin Kalchhauser. Erstellt am 09. April 2019 (05:37)

Über einen deutlichen Zugewinn konnte sich die FSG der SPÖ mit 62,8 % (2014: 56,0) freuen, die FCG der ÖVP erreichte 21,4 % (27,2); die FA (FPÖ) 9,6 % (8,6). Weiters: AUGE/UG 3,6 (3,3), Grüne 1,2 (2,7), LP 0,6 (0,4), KOMintern 0,4 (0,7) und GLB 0,4 (0,7).

Toll abgeschnitten – mit einem Plus im fast zweistelligen Bereich – hat Angela Fischer (FSG), Lengenfeld. „Ich freue mich, dass die Wahlbeteiligung bei uns klar über dem Durchschnitt gelegen ist“, meint die Betriebsrätin im Uni-Klinikum.

Auf einem „Kampfmandat“ zieht Manfred Steininger (FSG) an 69. Stelle der Mandatare als zusätzlicher Kremser Vertreter ins AK-Parlament ein. Er darf sich über starke Zuwächse in seinem Bereich der über 800 voest alpi ne-Mitarbeiter freuen. „Ein vordringliches Thema wird die Anerkennung der Schwerarbeit bei den Kollegen sein.“

Trotz Verlusten der ÖAAB-FCG wird Kammerrätin Martina Höllerschmid wieder in der Kammer vertreten sein. „Ein besseres Ergebnis gibt es immer“, meint sie zum Ausgang. Die schwache Wahlbeteiligung bedauert sie: „Die schadet uns allen!“

Mehr Zufriedenheit mit dem Ergebnis herrscht bei den freiheitlichen Arbeitnehmern. Erich Spiegl, Paudorf: „Wir haben aus den Mitteln, die wir haben, viel gemacht. Im Moment ist nicht mehr drinnen.“ Er wolle sich für eine Reform einsetzen. „Bei 37 Prozent Wahlbeteiligung muss etwas geschehen!“

Derselben Meinung ist Brigitte Reiter, die für die Grünen, Alternativen und Unabhängigen Gewerkschafter (AUGE) ins Rennen gegangen ist. „Es ist schwer zu vermitteln, dass die Arbeiterkammer auch politische Arbeit macht“, nennt die Langenloiser Stadträtin eine mögliche Ursache des mageren Abschneidens.

Nur 947 Stimmen in NÖ gab es für den Gewerkschaftlichen Linksblock (GLB), für den Nikolaus Lackner angetreten ist. Der Kremser KLS-Gemeinderat sieht das schlechte Abschneiden durch das Antreten der zweiten kommunistischen Liste (KOM intern) bedingt.

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