Appell: Jede Marille ist kostbar. Auch abgefallene Früchte sind wertvoller Rohstoff – für Nektar und Fruchtaufstrich.

Von NÖN Redaktion. Erstellt am 25. Juli 2021 (05:20)
Harald Aufreiter (links) und Gerhard Tastl von der Wachauer Marillen-Genossenschaft
Harald Aufreiter (links) und Gerhard Tastl von der Wachauer Marillen-Genossenschaft rufen dazu auf, keine einzige Marille verderben zu lassen.
 
Melanie Geyer

„Klaubt‘s die Marillen auf und bringt sie uns“, ersucht der Rohrendorfer Marillenbauer Gerhard Tastl. Er und Harald Aufreiter freuen sich über jede Marille, die am Boden gelandet ist und trotzdem noch Verwendung findet.

Die Chefs der „Wachauer Marillen“-Genossenschaft möchten, dass die Marille als wertvoller Rohstoff nicht einfach liegen gelassen wird. „Lasst eure Marillen nicht verkommen, ihr bekommt auch Geld dafür“, schaffen die beiden mit rund einem Euro pro Kilo einen Ansporn für die Anlieferer.

Man kann sich Kisten dafür abholen. Die Marillen sollten „in einem rollenden Zustand“ sein, erklärt Tastl. „Matsch können wir nicht verwerten.“ Die Früchte werden maschinell entsteint und kommen in eine Passiermaschine. Das Fruchtmark wird pasteurisiert und in Boxen aufbewahrt. Später wird es nach jeweiligem Bedarf zu Marillennektar oder Fruchtaufstrichen verarbeitet.

Übrigens: Auch bei den Wachauer Privatdestillerien Hellerschmid und Bailoni gibt es die Möglichkeit, abgefallene Marillen abzugeben.