Impfung: Ö-Hallen bleiben zu, Bühl Center eröffnet

Erster, zweiter und dritter Stich ab Freitag in EKZ Krems möglich. Behördenchef plädiert indes für Absage aller Veranstaltungen bis Jahresende.

Erstellt am 24. November 2021 | 04:57
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Die im Frühjahr in den Österreichhallen errichtete Kremser Impfstraße, die von April bis August in Betrieb war, wird es nicht wieder geben. Dafür besteht in Krems im Bühl Center die Gelegenheit, sich den Stich abzuholen.
Foto: Martin Kalchhauser

Das Impfzentrum in den Kremser Österreichhallen wird vorerst nicht wiedereröffnet. Das teilt Stefan Spielbichler, Pressesprecher von Notruf NÖ, auf Anfrage mit. Bei der wegen des geringeren Bedarfs vorgenommenen Reduktion von 20 auf neun Landesimpfzentren habe man eine Auswahl treffen müssen, der auch Krems zum Opfer gefallen sei. Ob der Stich gegen das Coronavirus wieder in den Ö-Hallen möglich sein wird, wenn im Februar die Impfpflicht kommt, traut sich Spielbichler nicht vorherzusagen.

In der Zwischenzeit eröffnet im Bühl Center eine neue Impfstraße. Ab Freitag, 26. November, werden vor der Media-Markt-Filiale im dritten Stock Erst-, Zweit- und Drittstiche durchgeführt. Anmeldung ist keine notwendig. Die Vakzine von Biontech/Pfizer und Moderna kommen zum Einsatz. Geöffnet ist wöchentlich Mittwoch, Freitag und Samstag von 10 bis 18 Uhr. Betreiber des „stationären Impfbusses“, wie Spielbichler dazu sagt, ist das Land. Das Bühl Center stellt die Fläche zur Verfügung.

Eine temporär begrenzte Möglichkeit stellt das Stift Göttweig auf die Beine. Am 28. und 29. November impfen dem Kloster verbundene Ärzte im Stiftsrestaurant. Geöffnet ist am Sonntag von 11 bis 14 Uhr und am Montag von 16 bis 19 Uhr. Anmeldung ist ebenfalls keine notwendig, benötigt werden lediglich E-Card, Ausweis und Impfpass.

Durchschnittlich 100 neue Fälle kommen aktuell im Bezirk Krems noch täglich dazu, wie Bezirkshauptmann Günter Stöger im NÖN-Telefonat bedauert. „Wir haben hohe Zahlen wie noch nie“, appelliert er einmal mehr, das Angebot der Impfung anzunehmen. „Aber jeder einzelne sollte auch seine Kontakte so stark wie möglich reduzieren.“

Schon Tage vor dem Lockdown hatte der Behördenchef den Bürgermeistern empfohlen, auf Veranstalter einzuwirken, ihre Aktivitäten abzusagen. „Das gilt auch für die Zeit nach dem Lockdown, solange wir die Pandemie nicht im Griff haben“, stellt Stöger fest. „Es ist ungewiss, ob der Lockdown lange genug dauert. Bis Weihnachten sollten wir jedenfalls weiter Vorsicht walten lassen.“