Kühlcontainer: Hygienerisiko gebannt. Unzumutbare Zustände mit toten Tieren sollten der Vergangenheit angehören. Erste Einrichtung in Langenlois eröffnet.

Von Martin Kalchhauser. Erstellt am 07. Februar 2020 (11:22)
Gemeindeverbands-Obmann Bürgermeister Anton Pfeifer, Langenlois’ Bürgermeister Harald Leopold und GV-Geschäftsführer Gerhard Wildpert (von links) nahmen den ersten Kühlcontainer in Betrieb. Er ist in der Stadtgemeinde Langenlois situiert.
Fotos: GV Krems

„Sperre! Tote Tiere sind Risiko“ lautete die Schlagzeile der Kremser NÖN Ende des Vorjahres. Unzumutbare Zustände bei den Tierkörperbeseitigungsstellen (TKB) des Gemeindeverbandes für Umweltschutz (GV) sorgten für Aufregung. Das Hygiene- und Infektionsrisiko ist jetzt gebannt, das Problem gelöst.

Die WSZ-Berechtigungskarte ermöglicht nur Berechtigten den Zutritt in den Kühlcontainer.
NOEN

Langenlois, Aggsbach-Markt, Mautern und Gföhl sowie Krems sind Standorte solcher TKBs, die es seit vier Jahren gibt. Die jüngsten Zwischenfälle – bei Überfüllung der offen zugänglichen Kühlboxen wurden tote Tiere einfach davor abgelegt! – haben den GV Krems veranlasst, die Sammelstellen neu zu gestalten. In Langenlois bei der Kläranlage wurde jetzt der Prototyp für diese Form der Tierkörpersammlung präsentiert.

Tierkadaver werden bei 4 Grad Celsius gelagert

Anstelle der bisherigen Kühlboxen wurde ein Kühlcontainer für die Sammlung der toten Haustiere und der im Straßenverkehr verendeten Tierkörper errichtet. Eine geschlossene und isolierte Kühlzelle (konstante 4° Celsius) sorgt für eine hygienische Zwischenlagerung der toten Tiere, die einmal pro Woche abgeholt werden.

Die Nutzung dieses Kühlcontainers ist nur mit der Berechtigungskarte für Wertstoffzentren (WSZ-Karte) möglich. Der kontrollierte Zutritt soll vor der missbräuchlichen Verwendung der Sammelstelle schützen. „Bei der Entsorgung des toten Heimtieres zukünftig bitte auch die Berechtigungskarte mitnehmen!“, appelliert GV-Chef Gerhard Wildpert an die Bevölkerung.