Pandemie ließ viele Firmlinge abwarten. Mangelnde Planungssicherheit schreckte viele potenzielle Firmlinge ab. Auch die gemeinsame Vorbereitung ist heuer schwierig.

Von Petra Vock. Erstellt am 05. Mai 2021 (04:32)

Auch bei den Firmungen hat Corona einiges durcheinandergebracht: Während etwa in Mautern die Firmung auf nächstes Jahr verschoben wird, soll es in Krems St. Veit am 3. Juli sogar zwei Firmungen geben: „Viele Firmlinge aus dem Vorjahr sind ja noch nicht gefirmt“, erklärt Stadtpfarrer Franz Richter. 

Vorbereitet werden die Firmlinge in St. Veit von Pastoralassistent Peter Surböck, der bei der Anmeldung im Herbst Zurückhaltung beobachtet hat: „Voriges Jahr hatte ich 36 Jugendliche in der Vorbereitung, heuer sind es gerade mal 13. Viele haben sich aufgrund der Unsicherheit, wie es ablaufen wird, bewusst entschieden zu warten.“

Auch die Vorbereitung selbst verlief anders als gewohnt: So musste etwa das überpfarrliche Firmlingswochenende in Göttweig entfallen, Treffen waren nur in getesteten Kleingruppen möglich, und seit dem Oster-Lockdown ging gar nichts mehr.
„Manches Gemeinschaftserlebnis ist da leider zu kurz gekommen“, bedauert Surböck, der über Social Media mit den Firmlingen Kontakt hielt. Demnächst möchte er wieder mit Treffen in Kleingruppen starten.  Auf Online-Firmstunden hat er verzichtet: „Als Lehrer und Vater weiß ich, dass sich bei den Jugendlichen da eine gewisse Müdigkeit eingestellt hat.“

In Hadersdorf kam der Firm-Vorbereitung in Corona-Zeiten das dort gewählte neue Firm-Modell zugute, bei dem die Jugendlichen zwei Jahre lang vorbereitet werden. Die Vorbereitung begann deshalb schon im Vorjahr: „Im Sommer hatten wir ein Firmwochenende und haben im Herbst mit Firmtreffen gestartet, doch dann kam der November-Lockdown“, erzählt Pastoralassistent Florian Bischel. Bei den Jugendlichen beobachtet er eine Sehnsucht nach echter Begegnung: „Es kam immer wieder mal die Frage: ,Wann sehen wir uns wieder physisch?‘“

In der evangelischen Gemeinde Krems wird am Pfingstsonntag, 23. Mai, Konfirmation gefeiert – mit mindestens zwei Gottesdiensten für die acht Konfirmanden samt Familien. Pfarrer Jörg Kreil setzte bei der Vorbereitung auf Online-Meetings und hat damit gute Erfahrungen gemacht: „Obwohl sie schon so viel Distance Learning gehabt haben, sind die Jugendlichen auch da noch gekommen.“

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