Schul-Ausbau: HTL ist einer der Vorreiter. Von den geplanten Bauprojekten an Bundesschulen profitieren in Krems die drei Gymnasien, das Privat-ORG und die HTL.

Von Petra Vock. Erstellt am 22. Mai 2020 (12:06)
Bundesrätin Doris-Berger-Grabner, die am BRG Kremszeile maturiert hat, freut sich gemeinsam mit der derzeitigen Direktorin Elisabeth Weigel über die geplante Erweiterung ihrer ehemaligen Schule.
Foto: ÖVP

Die Bundesschulen sollen mehr Platz bekommen und zukunftsfit werden: Die Regierung investiert in den nächsten Jahren 2,4 Milliarden Euro in die Bildung, 270 Bauprojekte soll es österreichweit an Bundesschulen geben, fünf davon in der Schulstadt Krems.

Erweitert werden das Mary Ward Privat-ORG, die HTL Krems, das BRG Kremszeile und das BRG Ringstraße, Letzteres soll zudem einer Sanierung unterzogen werden. Das Piaristengymnasium Krems wird saniert.

Schwerpunkte des Schulentwicklungsprogramms  sind der Ausbau von ganztägigen Schulformen und Tagesbetreuung in der AHS-Unterstufe, Nachhaltigkeit, Energieeffizienz und Digitalisierung.

Angetan vom diesbezüglichen Beschluss im Ministerrat zeigten sich in Aussendungen Bundesrätin Doris Berger-Grabner und Nationalratsabgeordnete Martina Diesner-Wais. Berger-Grabner freut sich besonders darüber, dass auch ihre ehemalige Schule, das BRG Kremszeile, erweitert wird: „Ich finde es großartig, was aus dieser Schule gemacht wurde.“

HTL-Direktor Andreas Prinz: „Enorme Nachfrage.“
: Martin Kalchhauser

Die NÖN wollte es genau wissen und fragte bei den Direktoren der fünf genannten Schulen nach. Kremszeile-Direktorin Elisabeth Weigel kennt noch keine Einzelheiten und verweist auf die Umsetzung innerhalb eines zehnjährigen Zeitrahmens. Piaristen-Direktorin Bärbel Jungmeier und Privat-ORG-Direktorin Sandra Köhl zeigten sich von der Nachricht überrascht und sehr erfreut. Auch BRG-Direktor Erich Böck wusste noch nichts von den Plänen. Das BRG hatte mit seiner Platznot bereits für Schlagzeilen gesorgt.  Vonseiten der NÖ Bildungsdirektion war im Vorjahr sogar ein Auspendeln von BRG-Klassen auf den Langenloiserberg angedacht, bis im Herbst doch eine schulinterne Lösung gefunden werden konnte. „Wir haben seit Jahren massiven Raumbedarf – es hat Jahre gegeben, wo die Sonderunterrichtsräume Biologiesaal und Chemiesaal mit einer Klasse besetzt waren“, bekräftigt Böck. Benötigt werde daher unter anderem eine Aufstockung der Zahl der Klassenräume.

Sehr konkret sind die Pläne bereits in der HTL: „Die Baumaßnahmen wurden diese Woche gestartet“, berichtet Direktor Andreas Prinz. Die HTL wird um eine Metallwerkstätte baulich vergrößert, wodurch Platz für zwei zusätzliche Klassen und einen Besprechungsraum geschaffen wird. Den Platzbedarf begründet Prinz mit dem zweizügigen Ausbau der IT-Abteilung und mit der enormen Nachfrage der Wirtschaft und der Schüler sowohl in der Bautechnik als auch in der IT. Die Baumaßnahmen sollen im Wesentlichen Anfang September fertiggestellt werden und eine Nutzung mit Beginn des nächsten Schuljahres möglich sein.