Schutz vor Wildunfällen: Geräte ausgegeben. Reflektoren, akustische Warngeräte und Duftzäune können die Zahl von Verkehrsunfällen unter Beteiligung von Reh, Wildschwein und Hase deutlich verringern.

Erstellt am 13. September 2017 (05:55)
Johann Lechner
Jäger und Sponsoren mit den Wildwarngeräten: Karl Mantler, Michael Steininger, Alois Stieger, Friedrich Polland, Bürgermeister Gerhard Tastl, Wolfgang Steininger und Anton Aigner.

Zur Erhöhung der Verkehrssicherheit durch eine Verringerung der Wildunfallzahlen sind im Beisein von Landesrat Ludwig Schleritzko in der Straßenmeisterei Krems 10.800 Wildwarngeräte wie Reflektoren, akustische Signale und Duftzäune an die Jägerschaft und den NÖ Straßendienst ausgegeben worden. Das Land versucht bereits seit 2008 gemeinsam mit dem Landesjagdverband und der Universität für Bodenkultur, die Zahl der Wildunfälle mittels unterschiedlicher Präventionsmethoden zu verringern.

Über 61.000 Wildwarngeräte bis Ende des Jahres montiert

Da in bereits umgesetzten Streckenabschnitten die Wildunfälle um bis zu zwei Drittel reduziert werden konnten, wird dieses Projekt weitergeführt. Ende 2017 werden dann bereits mehr als 750 neuralgische Straßenabschnitte in Niederösterreich mit über 61.000 Wildwarngeräten auf einer Länge von 930 Kilometern ausgestattet sein. Die Hilfsmittel werden von den betroffenen Straßenmeistereien und der Jägerschaft gemeinsam an gefährdeten Straßenabschnitten im Landesstraßennetz montiert.

Die Finanzierung dieser Geräte erfolgt zu einem Drittel durch das Land, der Rest kommt von der Jägerschaft gemeinsam mit örtlichen Sponsoren. Für die Genossenschaftsjagd Rohrendorf sind dies beispielsweise die Gemeinde, die NV Versicherung sowie die Agentur Schwarzhappel & Partner. Außerdem beteiligen sich die Jagden Stratzdorf-Brunn, Gedersdorf und Stratzing heuer an dem Projekt.