Frequency ist „familiärer als andere Festivals“. Die NÖN sprach mit zwei jungen Besuchern aus dem Bezirk Krems über die Faszination des Mega-Events. Festival-Bilanz Veranstalter Harry Jenner jubelt über 200.000 Besucher. Ruhigere Tage für Retter.

Von Isabel Schmidt und Franz Aschauer. Erstellt am 20. August 2019 (04:35)
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Daniel Pennerstorfer aus Rohrendorf, Sabrina Pulker aus Gföhl, Alexander Schmidt aus Langenlois und Valentin Bachinger aus Oberwölbling sind begeisterte Besucher des Frequency Festivals.

Mit 16 Jahren war Larissa Liedermann aus Krems das erste Mal am Frequency in St. Pölten. Seitdem ist sie Feuer und Flamme für das Festival. Heuer war sie bereits zum sechsten Mal dabei. Warum, erzählte sie der NÖN im Vorfeld im persönlichen Gespräch. „Es ist nicht zu groß und nicht zu klein, ist unmittelbar in meiner Nähe und die Bands und DJs treffen voll meinen Geschmack.“

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Larissa Liedermann aus Krems war heuer bereits zum sechsten Mal am Frequency.

Anders als beim Electric Love Festival in Salzburg, das die 22-Jährige bisher einmal besuchte, sei das Gelände in St. Pölten besser aufgeteilt. Auch bei der Campinglandschaft sieht Liedermann – wenngleich sie heuer nicht im Zelt schlief – Vorteile. „Beim Electric liegst du auf einem Hang, das ist beim Frequency nicht so und dadurch deutlich angenehmer.“ Der Wohlfühlfaktor sei beim Mega-Event in der Landeshauptstadt größer als bei anderen Festivals. „Das Frequency ist familiärer.“

Besonders hingefiebert hat Liedermann im Vorfeld auf den Auftritt des DJ-Trios „Swedish House Mafia“, das es nach der Auflösung 2013 erst wieder seit dem Vorjahr gibt. Vorfreude herrschte bei der WU-Studentin auch auf den Auftritt des US-amerikanischen Rappers Macklemore. „Der war letztes Jahr super.“ Liedermanns Wunsch an die Veranstalter? Ein Auftritt der britischen Pop-Band Coldplay.

Als passionierte Frequency-Besucherin hat Liedermann in den vergangenen Jahren eifrig verfolgt, wie sich das Festival verändert. Von der ursprünglichen Idee habe man sich ein bisschen wegbewegt. „Früher haben viel mehr Bands gespielt. Jetzt werden es immer mehr DJs. Aber klar, sie müssen mit dem allgemeinen Trend mitgehen.“ Im Vergleich zu ihrem ersten Frequency im Jahr 2012 werde heute auch viel mehr Entertainment geboten. „Eigene Handyladestationen oder Twerking-Workshops gab es damals noch nicht“, erzählt Liedermann.

"Körperlich anstrengend"

Wo besteht noch Verbesserungspotential? „Zwischen der Main Stage und der Green Stage ist enorm wenig Platz. Wenn zwei Acts aus sind und die Leute die Bühne wechseln wollen, kommst du fast nicht durch.“

Erholungswert hat das Frequency für Liedermann nicht. „Körperlich ist das schon anstrengend. Da braucht man nachher Regeneration.“

Auch Alexander Schmidt aus Langenlois ist ein großer Frequency-Fan. Bereits zum vierten Mal besuchte er das Festival in St. Pölten. „Die verschiedenen Bands und DJs, die zu Gast sind, und die coole Zeit mit Freunden machen das Frequency jedes Jahr zu einem ganz besonderen Event“, erzählt er.

Das musikalische Highlight war für ihn der Auftritt des US-amerikanischen Rappers Macklemore. „Bei Macklemore war bereits letztes Jahr eine unglaublich tolle Stimmung, weswegen ich mich auch heuer wieder besonders auf ihn gefreut habe“, erklärt Schmidt. Ein weiteres Highlight war für ihn die Abschlussshow mit Feuerwerk und Lasershow.

Ähnlich wie bei Liedermann hat auch für den zwanzigjährigen Langenloiser das Festival kaum einen Erholungswert. „Man kommt zwar nicht viel zum Schlafen, aber das ist es auf jeden Fall wert. Auch nächstes Jahr möchte ich unbedingt wieder dabei sein.“

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