Tierschutz: Putzgruber wieder als Sensenmann unterwegs. Thomas Putzgruber macht als Gevatter Tod auf die gefährdeten Ziesel aufmerksam.

Von Franz Aschauer. Erstellt am 12. Juli 2019 (04:59)
Verein RespekTiere
Als Sensenmann am Straßenrand möchte der Kammerner Thomas Putzgruber Autofahrer dazu bewegen, auf den traditionellen Ziesel-Strecken den Fuß vom Gaspedal zu nehmen.

Der Raum zwischen Krems und Langenlois ist einer der letzten Rückzugsorte für Ziesel. 70 Prozent der rund 140.000 in Niederösterreich noch vorkommenden Nager leben hier. Wegen ihrer fehlenden körperlichen Robustheit, aber auch durch den Einfluss des Menschen sind sie eine gefährdete Tierart.

Einer, der sich Jahr für Jahr mit einer aufsehenerregenden Aktion für die Tierchen einsetzt, ist Thomas Putzgruber. Als Sensenmann unterwegs, möchte der Kammerner Autofahrer auf den Ziesel-Strecken dazu bewegen, vom Gaspedal zu steigen. Seine Kostümierung bringt dem Obmann des Vereins „RespekTiere“ auch Feinde ein. „Vor allem zwischen Hadersdorf und Rohrendorf sind viele Traktoren unterwegs. Da wird schon einige Male der Vogel gezeigt oder gehupt“, erzählt Putzgruber.

Dass sich das Engagement der vergangenen Jahre – die Straßenmeisterei stellte auf sein Zutun Tafeln auf – positiv auf das Verhalten der Autofahrer ausgewirkt hat, glaubt Putzgruber nicht. „Ich sehe zwar weniger tote Tier auf den Straßen, das ist aber nicht, weil die Autofahrer besser aufpassen, sondern weil es weniger Ziesel gibt!“