2019 wurde im Bezirk Krems mehr Müll denn je produziert. Bewohner des Bezirks Krems verursachten durchschnittlich erstmals mehr als 700 kg Abfall.

Von Franz Aschauer. Erstellt am 20. Februar 2020 (05:11)

Der Gemeindeverband Krems verzeichnet einen Rekord bei den gesammelten Abfallmengen. 2019 produzierten die Bewohner des Bezirks mit durchschnittlich 702 kg erstmals mehr als 700 kg Müll pro Jahr. Die Gesamtabfallmenge von 39.753 Tonnen bedeutet eine Steigerung von 4,5 Prozent gegenüber 2018.

Foto: Vectors Bang/Shutterstock.com/Grafik Bischof
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Den größten Anteil daran haben teilweise explosionsartige Erhöhungen bei Alteisen (plus 22 Prozent), Altholz (plus 14 Prozent) sowie Strauch- und Grasschnitt (plus 10 Prozent). Aber auch bei den Kartonagen, Altglas und Problemstoffen fielen höhere Mengen als im Vorjahr an. Weniger Müll gab es nur bei den Kunststoffflaschen und Getränkekartons.

Etwa konstant blieb die Restmüllmenge. „4,5 Prozent mehr Abfälle bedeuten auch mehr Ausgaben für Transport, Verwertung und Entsorgung“, betont GV-Obmann Bürgermeister Anton Pfeifer. Lediglich der Umstand, dass teure Abfälle wie Sperrmüll und Problemstoffe beinahe gleichgeblieben sind, mache es möglich, die Gebühren stabil zu halten.

Geschäftsführer Gerhard Wildpert sieht in der Rekordmüllmenge eine Bestätigung der Beliebtheit des Sammelsystems. „Der GV ist eben immer da. Leider schlucken wir dadurch auch die entstehenden Mehrkosten.“ Problematisch sieht er die Entwicklung beim Strauchschnitt. „Die enormen Steigerungen verdanken wir der großzügigen 24-Stunden-Regelung. Das führt zwangsläufig zu Fremdbenützungen, die wir noch nicht kontrollieren können.“