Kultur als Tourismus-Chance: Krems holt auf. Erfreuliche Bilanz für Juli und August. Webcam ergänzt schon bald neue Homepage. Wachaumetropole will künftig verstärkt auch als Konferenz-Stadt punkten.

Von Martin Kalchhauser. Erstellt am 19. Oktober 2020 (05:51)
Bei den Kremser Tourismusgesprächen: Peter Sigmund (Destination Donau), Bürgermeister Reinhard Resch, Vize Erwin Krammer, Stadt-Touristiker Michael Biedermann und Stadtmarketing-Geschäftsführer Horst Berger (v.l.).Kalchhauser
Martin Kalchhauser

2019 war für die Stadt Krems ein Rekordjahr. Bei den Nächtigungszahlen gab es einen Zuwachs um 3,9 % auf 256.523. Besonders erfreulich: Auch im Krisenjahr lag die Bilanz im Juli und August nur mehr knapp zehn Prozent unter dem Wert des Vorjahres. Krems holt auf …

Diese durchaus erfreuliche Mitteilung konnte der im Stadtmarketing für die Tourismus-Agenden zuständige Michael Biedermann den Teilnehmern am Kremser Tourismustag in der Winzer Krems machen. Nach Schwechat, Baden und Vösendorf liegt Krems bei den nächtigungsstärksten Städten Niederösterreichs auf Platz 4. Zu uns kommen vor allem Gäste aus NÖ, Wien, Bayern, Oberösterreich und der Steiermark.

Bei der Vermarktung setzt das in das Stadtmarketing eingegliederte Tourismusressort auf eine neue Homepage samt virtuellem 360-Grad-Rundgang. Bereits in wenigen Tagen soll eine Webcam folgen, die Bedeutung der Wachaumetropole als MICE-Standort (Meetings, Incentives, Conferences, Events) steht vor dem Ausbau. Gemeinsam mit dem Donau NÖ Tourismus wurde dafür eine ARGE gegründet.

Für den Advent ist erstmalig das „Kremser Lichterfest“ in Kooperation mit kremskultur in Ausarbeitung.

Kultur soll im Kremser Tourismus überhaupt eine wichtigere Rolle spielen. Wie Doris Denk, Leiterin der Abteilung Bildung, Kultur und Tourismus betonte, sollen Kultur und Tourismus enger zusammenarbeiten und in der Kommunikation gemeinsam auftreten. Konkret fordert sie eine „Einbindung der Tourismusinformation auf den Webseiten der Kulturhäuser“. Man wolle, wie es in der Tourismusstrategie 2025 des Landes NÖ heißt, „das Kulturdenken in den Tourismus bringen, und vice versa soll das Tourismusdenken in die Kultur gebracht werden.“