Jeder 5. Strafzettel in Stein. Knapp 25.000 Parksünder wurden 2016 in den Parkzonen der Stadt gestraft, um 2.600 mehr als noch ein Jahr davor. Auffallend: Die meisten Strafen gab es in Stein.

Von Thomas Werth. Erstellt am 31. Januar 2017 (05:34)
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Den Weg zum Parkautomat haben im Vorjahr viele vergessen: Fehlende Parkscheine waren der häufigste Grund für einen Strafzettel. Foto: Lechner

Reichlich Geld in die Stadtkassa haben im vergangenen Jahr wieder Parksünder gespült. Insgesamt wurden rund 24.900 Strafzettel ausgestellt, um 2.600 mehr als noch im Jahr davor – das sind im Schnitt mehr als 80 pro Tag.

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83 Parkzettel wurden im ersten Halbjahr täglich in Krems ausgestellt.

Bei 25 Euro Bußgeld heißt das, dass dadurch über 620.000 Euro alleine durch Parksünder eingenommen werden. Laut Stadt bleiben abzüglich der Kosten für die Überwachung Nettoeinnahmen von rund 250.000 Euro übrig, die zweckgebunden für Verkehrsmaßnahmen verwendet werden.

Fiel bis 2015 Stein gar nicht in das Gebiet der Parkraumüberwacher, wurde mit der Übernahme der Aufgaben durch den ÖWD im Vorjahr auch die dort gültige Blaue Zone in die Überwachung integriert. Daran gewöhnt dürften sich viele noch nicht haben. Denn mittlerweile wird rund jeder fünfte Strafzettel bereits in Stein ausgestellt. Laut Auskunft des Magistrats ist die Steiner Donaulände überhaupt bereits jenes Gebiet, in der die meisten Erlagscheine verteilt werden.

Der häufigste Grund, warum übrigens Strafzettel ausgestellt werden, ist, weil der Autolenker gar keinen Parkschein ins Auto gelegt hat.

Die meisten Gestraften sind keine Kremser

Ebenfalls auffallend: Der Großteil der Gestraften, nämlich rund drei Viertel, kommt nicht aus Krems – dies wird jenen Kritikern neue Nahrung geben, die behaupten, das Kremser Parksystem sei für Auswärtige zu schwer zu verstehen.

Trotz der Vielzahl an Strafzetteln sind dem Magistrat keinerlei Zwischenfälle zwischen erbosten Autolenkern und ÖWD-Mitarbeitern (es sind wochentags sieben Mitarbeiter unterwegs) bekannt.