Wegen Corona: Weniger Verkehrsdelikte im Bezirk Krems. Weniger Verkehr, weniger Kontrollen, weniger Strafen. Sich in Sicherheit zu wiegen, wäre aber falsch.

Von Martin Kalchhauser. Erstellt am 21. Mai 2020 (17:02)
Alkohol-Vortestgerät Alcoquant: Wird in den kommenden Wochen auch im Bezirk Krems wieder vermehrt zur Prüfung der Alkoholisierung der Verkehrsteilnehmer zum Einsatz kommen.
Foto: Archiv

Dass es wegen der Corona-Pandemie weniger Verkehr und weniger Polizeikontrollen gegeben hat, schlägt sich in einer „Corona-Bilanz“ der heimischen Polizei nieder.

Beim Vergleich der Monate April 2019 und April 2020 sieht man die Auswirkungen deutlich. So wurden heuer statt 953 Alko-Vortests (2019) nur 90 vorgenommen. Dennoch erwischte es einen alkoholisierten Lenker (6) nach dem Führerscheingesetz (0,5 bis 0,8 ‰) und mit zehn (7) nach der Straßenverkehrsordnung (über 0,8 ‰) sogar mehr. Deutlich zurückgegangen sind die Delikte Handytelefonieren am Steuer mit 20 (51), Verletzung der Gurtenpflicht mit 123 (103) und Geschwindigkeitsübertretungen mit heuer 186 (676).

Erfreulich: Bei den Unfällen gab es ebenfalls ein deutliches Minus. Die Zahl solcher mit Sachschaden sanken von 231 auf 128 (– 44,6 %), jene mit Personenschaden von 27 auf 12 (– 55,6 Prozent).

„Auch die Polizei fährt langsam die reduzierten Maßnahmen wieder hoch. Wir werden im Juni sicher wieder Schwerpunktaktionen durchführen“, meint Bezirkspolizeikommandant Manfred Matousovsky. „Die Verkehrssünder sollten sich nicht zu sehr in Sicherheit wiegen!“