Bezirk Krems: Ein Leben retten ist so einfach!. Blutspenden | Andrang bei Aktionen liegt in der Region Krems über dem Durchschnitt.

Von Martin Kalchhauser. Erstellt am 25. Juni 2019 (05:44)
Kalchhauser
Viele Berufe, ein gemeinsames Engagement: Leben retten mit einer Blutspende: Waldarbeiter Pater Maurus Kocher, Kellner Zeljko Knezic, Straßenkehrer Willi Gassner, Raumpflegerin Ulrike Lagler, Pater Bartholomäus Gattinger, FF-Mann Stefan Stellner, Sanitäterin Iris Adrian (v.l.) sowie Kindergärnterin Elisabeth Ruzicka (vorne).

„Man kann es nicht oft genug sagen, und es ist nicht übertrieben: Blutspender retten Menschenleben!“, freut sich die zuständige Sachbearbeiterin für das Blutspendewesen beim Roten Kreuz Krems, Gudrun Kalchhauser, dass in Stadt und Bezirk die Bereitschaft zum Blutspenden höher ist als im Landes- und Bundesschnitt. „Blut ist das einzige Medikament, das noch nicht künstlich hergestellt werden kann.“

Wichtig: schon junge Menschen zu Blutspendern „erziehen“

Weil es im Sommer urlaubsbedingt immer einen Engpass gibt, appelliert sie an alle, die kommenden Termine (siehe ganz unten!) zu nützen. In Krems-Stadt gab es 2018 bei 15 Abnahmen 1.055 Spenden durch 560 Idealisten. In Krems-Land waren es 58 Aktionen mit 5.916 Konserven, die 2.699 Menschen aufbrachten.

NOEN
Haben zusammen weit über 100 Blutspenden geleistet: Margarete und Herbert Egger aus Krems.

So wie das Rote Kreuz Krems organisiert auch das RK Langenlois sechs Aktionen pro Jahr, die ebenso wie jene in Krems so getaktet sind, dass Spendewillige immer ausreichend Pause hatten. „Wir bringen so rund 1.800 Konserven pro Jahr auf“, freut sich Bezirksstellenleiter Hans Ebner, der auch „viele Dauerkunden“ unter den Blutspendern weiß. Weil große Aktionen – in Langenlois kamen zuletzt am 12. 6. über 300 Freiwillige ins Rotkreuzhaus – effizienter sind, nehmen kleinere, die etwa Feuerwehren oder Vereine (oft im Rahmen von Festen) organisieren, eher ab.

Wichtig ist allen Initiatoren, dass schon junge Menschen zu Blutspendern „erzogen“ werden. Die Landesberufsschule Langenlois („Maurer-Schule“) geht da mit gutem Beispiel voran. Mit dem Blutspenden kommen aber oft auch Präsenzdiener erstmals in Kontakt. In der Raab-Kaserne Mautern gibt es laut Pressesprecher Karl Schön „jährlich mindestens vier Aktionen, die jedes Mal zwischen 40 und 100 Konserven ergeben“. Nicht nur der Vorteil, über die eigenen Blutwerte (seine Gesundheit) Bescheid zu wissen, ist ein Argument für die jungen Blutspender. Als „Zuckerl“ gibt es zusätzliche Freizeit.

Ein Beispiel für besonders treue Lebensretter ist das Ehepaar Margarete und Herbert Egger aus Krems. Weit über 100 Spenden haben sie in den letzten Jahrzehnten geleistet. „Man kann mit geringem Aufwand Gutes tun und anderen helfen“, erklärt Margarete Egger die Motivation beider Ehepartner. Ihr Mann (77) spendet bereits seit dem 19. Lebensjahr, sie „seit rund 30 Jahren“. Und solange es ihre Gesundheit erlaubt, darf das Rote Kreuz wohl weiter mit den beiden rechnen …

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