Krems-Weinzierl: FF-Zufahrt zu Brandobjekt verparkt. Nur vier Tage nachdem die FF Krems bei einer Rettungsaktion in Czettelhof in Weinzierl durch einen illegal geparkten Pkw behindert wurde, kam es bei einem nächtlichen Brandeinsatz in unmittelbarer Nachbarschaft erneut zu Behinderungen.

Von Martin Kalchhauser, Melissa Deibler und Anna Wimmer. Erstellt am 24. Mai 2020 (15:13)

Einen Brand in einem leerstehenden Wohnhaus hatte ein aufmerksamer Beobachter am 23. Mai kurz vor 23 Uhr via Notruf gemeldet.


Großeinsatz für die FF Krems

Mit sechs Löschfahrzeugen, der Drehleiter, einem Mannschaftstransportfahrzeug und einem Versorgungsfahrzeug rückten die Silberhelme der Hauptwache und der Feuerwache Gneixendorf zum Brandherd in Weinzierl aus. Unmittelbar gegenüber dem Czettelhof, wo man erst wenige Tage zuvor beim Einsatz durch einen Falschparker behindert worden war, konnten die Helfer auch hier nicht zufahren.

Kein Weg für Tankfahrzeuge

Die Zufahrt zum Brandort, der sich in der Bernhardigasse, einer kleinen Sackgasse unmittelbar gegenüber dem Czettel-Hof und in Nachbarschaft weiterer großer Wohnbauten befindet, wurde durch dort auf zumindest fragwürdige Weise abgestellte Pkw der Anrainer unmöglich gemacht.


Atemschutztrupps im Einsatz

Bei der Erkundung der Lage stellte man fest, dass ein Zimmer eines leer stehenden Einfamilienhauses in Flammen stand. Wegen der Behinderung bei der Zufahrt musste von den FF-Helfern eine längere Schlauchleitung verlegt werden.
Nachdem das Gartentor aufgebrochen worden war, ging der erste Atemschutztrupp zur Brandbekämpfung in das Innere vor und begann mit den Löscharbeiten. 


Flammen rasch gelöscht

Die Besatzung eines weiteren Löschfahrzeuges baute eine zweite Löschleitung auf und blieb als Sicherungstrupp vor dem Wohngebäude in Bereitstellung. Die weiteren Einsatzkräfte verharrten ebenfalls in Bereitschaft und bauten Beleuchtung sowie die Lüftungsgeräte auf.
Die Löscharbeiten zeitigten rasch Erfolg. Mit der Wärmebildkamera wurden noch der Brandherd sowie die gesamte Fassade auf Glutnester kontrolliert, das Zimmer mit dem Belüftungsgerät  rauchfrei gemacht. 

Über 50 Personen im Einsatz


Nach rund zwei Stunden konnten die freiwilligen Einsatzkräfte die Geräte versorgen und wieder abrücken. Im Einsatz standen 47 Einsatzkräfte der Feuerwehr mit insgesamt zehn Fahrzeugen. Ebenfalls an Ort und Stelle hatten sich die Polizei, ein Team des Roten Kreuzes Krems und der Bezirkseinsatzleiter des Roten Kreuzes Krems eingefunden. Verletzte waren jedoch nicht zu versorgen.

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