Brücke wieder befahrbar. Nach intensiven Vorbereitungsmaßnahmen konnte die Brücke am Freitagnachmittag angehoben und ab Samstagnachmittag wieder für den Verkehr freigegeben werden.

Erstellt am 07. August 2013 (20:13)
Ing Harald Bauer Brückenbauabteilung Foto Stadler
NOEN, Norbert Stadler
Die Donaubrücke in Mautern ist nach ihrer knapp dreitägigen Sperre wieder befahrbar, teilte ein Sprecher vom NÖ Straßendienst am Samstagnachmittag mit. Wie zuvor angekündigt wurde der Verkehr für Radfahrer und Fußgänger pünktlich um 15.00 Uhr wieder aufgenommen.

Nur rund eine halbe Stunde später wurde das Bauwerk - früher als geplant - auch für Kraftfahrzeuge freigegeben.
"Es waren schon einige Leute da. Es ist ein sehr stark befahrenes Stück für Radfahrer. Die haben fast darauf gewartet", schilderte der Sprecher die ersten Minuten nach der Öffnung.

In den kommenden Wochen gibt es allerdings eine Beschränkung für Fahrzeuge bis zu einem höchst zulässigem Gesamtgewicht von 16 Tonnen. Nach diesem Beobachtungszeitraum wird die Brückenkonstruktion dann noch einmal einer Gesamtinspektion unterzogen.

Was war passiert? NÖN.at berichtete bereits seit Mittwoch Abend:

Nach erfolgreicher Hebung der Donaubrücke Stein-Mautern durch die Brückenmeisterei Krems bis in die Nachtstunden wird derzeit das Brückentragwerk auf Sekundärschäden geprüft. Bereits jetzt ist klar dass ab Samstagnachmittag die Brücke für Fußgeher und Radfahrer wieder freigegeben werden kann. Dies ist besonders für den Tourismus wichtig.

Die Arbeiten an der Brückenübergangskostruktion, die auf Grund der Brückenhebung angepasst werden muss, sind noch im Laufen. Ab 15.00 Uhr wird zunächst für Fußgänger und Radfahrer das Bauwerk geöffnet. In den Abendstunden soll die Brücke auch wieder für den motorisierten Verkehr befahrbar sein.

In den kommenden Wochen gibt es allerdings eine Beschränkung für Fahrzeuge bis zu einem höchst zulässigem Gesamtgewicht von 16 Tonnen. Danach wird die Brückenkonstruktion noch einmal einer Gesamtinspektion unterzogen.

Mittwochabend und Donnerstag: Sicherung und Hebe-Vorarbeiten

Seit Donnerstagfrüh liefen bereits die Vorbereitungen, das Bauwerk wieder anzuheben und das Lager hineinzuschieben, betonte Behon am Donnerstagvormittag. Der Anhebe-Versuch erfolgte dann zwischen 15 und 16 Uhr, NÖN-Fotograf Norbert Stadler war mit seiner Kamera vor Ort:

Am Mittwochabend war die Donaubrücke für den Verkehr gesperrt worden, ein Teil der Konstruktion war abgebrochen. Die Stahlfachwerkkonstruktion der Brücke liegt auf einem beweglichen Lager auf.

Dieses Lager hat sich durch die extrem große Hitze ruckartig verschoben, worauf sich das Tragwerk auf einer Seite um 7 cm abgesenkt hat. Das bedeutete eine massive Beschädigung der Brücke, Einsturzgefahr besteht aber nicht. Statiker hatten es noch in den Nachtstunden überprüft.

Schaden durch Hitze, keine Gefahr für Schifffahrt

Laut Günther Behon von der Abteilung Brückenbau des Landes Niederösterreich ist der Schaden "hundertprozentig" auf die Hitze zurückzuführen. Gefahr für die Schifffahrt und Dritte bestehe nicht, es gebe auch keine Einsturzgefahr, betonte der Experte am Donnerstag.

Erste Vorbereitungen konnten getroffen werden, die Arbeiten sind aber noch lange nicht abgeschlossen und werden wohl noch einige Zeit dauern. "So etwas habe ich noch nie erlebt", sagte Behon. Er verwies in diesem Zusammenhang darauf, dass er 37 Jahre im Brückenbau tätig sei.

Brücke war erst vor zwei Wochen wieder freigegeben worden

Erst vor einer Woche war die Verbindung über die Donau nach einer knapp zweiwöchigen Sanierung wieder für den Verkehr freigegeben worden. Der nun aufgetretene Schaden hat laut Straßenbauabteilung nichts mit der Instandsetzung zu tun.