Brutaler Überfall in Krems war rasch geklärt. Ein brutaler Raubversuch an einem 31-jährigen Mann in dessen Wohnung im Kremser Stadtteil Mitterau war innerhalb weniger Tage geklärt. Zwei Täter sitzen in Haft, zwei weitere wurden angezeigt.

Von Martin Kalchhauser. Erstellt am 30. Januar 2021 (15:15)
Symbolbild
APA (dpa)

Besonders brutal gingen vier junge Straftäter bei einem Überfall in der Gschmeidlerstraße in Krems-Mitterau vor. Zwei von ihnen sitzen in U-Haft.

"Besucher" an Wohnungstür

Der Überfall hatte sich am 13. Jänner ereignet. Vier Jugendliche - ein 17-Jähriger Österreicher und ein 18-jähriger Rumäne aus Krems sowie ein 17-jähriger Tunesier und ein 15-jähriger Österreicher aus dem Bezirk Krems - hatten kurz vor 15 Uhr bei einem Mann (31) an dessen Wohnungstür geläutet. Als der Wohnungsbesitzer, der mit seiner 18-jährigen Freundin zu Hause war, die Tür öffnete, forderten ihn die "Besucher" auf, Geld und Wertsachen herauszurücken.

17-Jähriger extrem brutal

Rädelsführer war dabei der 17-jährige Kremser. Dieser wurde auch als erster handgreiflich, als sich der Überfallene weigerte. Er verpasste dem Opfer einen Faustschlag ins Gesicht - später wurde ein Nasenbeinbruch attestiert -, worauf sich zwischen allen sechs Beteiligten ein Raufhandel entwickelte.

Täter rasch ausgeforscht

Im Zuge dessen erlitt der überfallene Kremser zusätzlich auch einen Rippenbruch. Wenig später liefen die Täter ohne Beute davon. Zum Glück waren drei der vier Täter der Freundin des Opfers flüchtig bekannt. Mit Hilfe ihrer Beschreibung gingen die Ermittlungen der Kriminaldienstgruppe der Kremser Polizei rasch voran. Bereits wenige Tage später war der Haupttäter ausgeforscht, bald darauf auch seine Komplizen.

Zwei Täter sitzen in Haft

Weil der Tunesier und der erst 15-Jährige bislang unbescholten waren, wurden sie auf freiem Fuß angezeigt. Die anderen beiden mutmaßlichen Kriminellen - der 17-jährige Österreicher aus Krems und der 18-jährige in Krems wohnhafte Rumäne - wurden aufgrund ihres einschlägigen "Vorlebens" sogar in Untersuchungshaft genommen und landeten in der Justizanstalt Krems.

Lob für die Ermittlungen

"Die schnellen Ermittlungen, die zur raschen Ausforschung des Quartetts geführt haben, sind ein schöner Erfolg", streut Polizei-Bezirkskommandant Manfred Matousivsky seinen Beamten Rosen und attestiert diesen eine tolle Leistung: "Die umgehende Ausforschung ist gelungen, obwohl anfangs nur Fragmente von Daten, wie etwa Spitznamen der mutmaßlichen Beteiligten, vorhanden waren."