Kremser Feuerwehr musste Labor-Abfälle löschen. Zu einem kleinen, aber heiklen Brand von Chemikalien wurde die Freiwillige Feuerwehr Krems am Nachmittag des 22. September zur Firma Entsorgungsservice in die Altweidlinger Straße im Gewerbegebiet gerufen.

Update am 25. September 2020 (08:47)

Die Notrufmeldung ging gegen 15.30 Uhr bei der FF Krems ein. Gemeldet wurde ein stark rauchendes Fass mit Chemikalien.

Die Einsatzkräfte, die mit einem Tanklöschfahrzeug anrückten, wurden von einem Einweiser empfangen. Der Einsatzleiters fand die Hinweise "brennbar", "giftig" sowie "ätzend" am Fass, bei dessen Inhalt es sich um verschiedene Chemikalien handelte, etwa  Lacke, Lösemittel aber auch Putz- und Reinigungsmittel. Ein Atemschutztrupp kühlte das Fass und seine Umgebung aus sicherer Entfernung.

Nach weiterer Recherche der Mitarbeiter des Entsorgungsbetriebes konnte der Inhalt des Fasses als eine Mischung von Problemstoffen aus Privathaushalten definiert werden. Daher war völlig unklar, welche Chemikalien nun miteinander reagierten und welche Stoffe tatsächlich freigesetzt wurden. Da auch von der Gefahr einer Reaktion mit Wasser ausgegangen werden musste, wurde unter großer Vorsicht vom Atemschutztrupp der Deckel wieder auf das Fass aufgesetzt, verschlossen und dadurch der Brand erstickt.

Die anwesenden Mitarbeiter organisierten unter Schutz von im Betrieb vorrätig gehaltenen Filtermasken mehrere leere Fässer. Mit einem Stapler wurden diese anschließend zur Einsatzstelle gebracht. Sehr vorsichtig konnte das betroffene Fass wieder geöffnet und langsam auf die neuen Fässer aufgeteilt werden. Mit unterschiedlichen Teststreifen wurden von den Mitarbeitern mehrere Proben genommen.

Nach der Aufteilung des Brandgutes wurden zwei Fässer mit Wasser geflutet und eines mit Sand befüllt. Um eine Rückzündung auch in der Nacht erkennen zu können, wurden die Fässer in einem gesonderten Bereich, welcher von der Brandmeldeanlage überwacht wird, abgestellt.
Die kontaminierte Einsatzbekleidung, sowie die eingesetzte Ausrüstung des Atemschutztrupps wurde nach dem rund zwei Stunden dauernden Einsatz in Plastiksäcke verpackt und zur FF-Zentrale gebracht und dort einer speziellen Reinigung unterzogen. 

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