Corona: Krems bekommt zwei Teststraßen. Die Stadt bereitet sich in den Österreich-Hallen auf die Anfang Dezember geplanten Massentests vor. Das Land errichtet eine Drive-In-Einrichtung beim Ausportplatz. Noch gibt es aber zahlreiche Unklarheiten ...

Von Martin Kalchhauser. Erstellt am 28. November 2020 (19:51)

Auf dem Kremser Stadtgebiet werden zwei Teststraßen eingerichtet. Jene für die Massentests wird in den Österreichhallen Platz finden. Die andere ist eine Drive-In-Station, die in der Strandbadstraße neben dem Bundessportplatz aufgebaut wird. Sie ist für die sogenannten PCR-Tests gedacht und wird die gleichartige Einrichtung in St. Pölten entlasten.

Station für Stadt und Bezirk

Es muss schon alles sehr schnell gehen, weil ja rechtzeitig vor dem Ende des Lockdowns, am kommenden Wochenende (5. und 6. Dezember), mit den Testungen einzelner Zielgruppen wie Lehrer und Polizisten begonnen werden soll. Die Station in den Österreichhallen ist für diese Tests vorgesehen und sowohl für die Stadt als auch für den Bezirk Krems (30 Gemeinden) vorgesehen.

"Informationen sind spärlich!"

Magistratsdirektor Karl Hallbauer konnte zum Wochenende noch keine Details nennen. "Die Infos, die wir bekommen, sind sehr spärlich", moniert der oberste Beamte der Stadt am Freitag. "Es ist derzeit sogar noch fraglich, ob in den Österreichhallen genug Platz ist und wie viele Personen da getestet werden sollen." Fix ist, dass hier das Bundesheer die Tests machen wird. Hallbauer ist deshalb mit Vertretern der Dritten Brigade ebenso in permanentem Kontakt wie mit Bezirkshauptfrau Elfriede Mayrhofer.

"Vieles ist derzeit noch offen!"

"Die Informationen wechseln ständig", meint Mayrhofer dazu und bestätigt das von Hallbauer bemängelte Defizit. "Die Zahl der Gruppe der Lehrer, der Kindergartenpädagoginnen und des Gemeindepersonals haben wir", meint sie. "Aber vieles ist offen - etwa, ob die Pädagogen ihrem Wohnsitz oder dem Schulstandort zugeordnet werden." Fix sei, dass das Universitäts- und Fachhochschulpersonal nicht zu den ersten Zielgruppen gehöre. "Positiv ist, dass wir zwischen BH, Magistrat und Heer eng vernetzt sind."

Strandbadstraße wird gesperrt

Für die Teststraße wird die Strandbadstraße zwischen Sporthalle und Feuerwehrzentrale gesperrt. Die Testkandidaten können mit ihren Autos von der Eisenbahnbrücke Richtung Osten durch die Teststation in die Austraße fahren. In die andere Richtung ist die Zufahrt in die nunmehrige Sackgasse zu den dortigen Pendlerparkplätzen erlaubt. Eine Durchfahrt für den normalen Verkehr ist in beide Richtungen nicht mehr möglich.

Rotes Kreuz führt Tests durch

"Das Rote Kreuz wird die Testungen in Krems durchführen", erklärt Landesrätin Ulrike Königsberger-Ludwig zur Landeseinrichtung. Ab dem 5. Dezember werde die Drive-In-Station in Betrieb sein. "Diese Teststraße wird die bestehende im VAZ St. Pölten entlasten", erklärt die Soziallandesrätin. Dort ist der Arbeitersamariterbund (ASBÖ) für den Betrieb zuständig. "400 bis 500 Kandidaten können in Krems pro Tag getestet werden."

Nur mit Anmeldung zum Test!

Geöffnet sein wird die Station täglich von 8 bis 16 Uhr. Königsberger warnt aber davor, einfach zum Test vorzufahren: "Das geht nur, wenn man dafür angemeldet ist. Entweder müssen die Menschen über die Servicenummer 1450 oder über die Bezirkshauptmannschaft oder den Magistrat zugewiesen werden."

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