Kremser Stadtfinanzen litten erheblich

Erstellt am 01. Dezember 2022 | 05:46
Lesezeit: 2 Min
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Drei Millionen Euro kostete die Stadt die Corona-Pandemie. Eine Auswertung darüber liegt jetzt vor.
Foto: Shutterstock
Corona sorgte in den Jahren 2020 und 2021 für Belastungen von drei Millionen Euro.
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Wie intensiv sich die Corona-Pandemie auf die Finanzsituation der Stadt auswirkte, nahm das Kontrollamt im Magistrat unter die Lupe. Der 40-seitige Bericht, den Leiter Klaus Bauer federführend erstellte, wurde nun in einer Kurzfassung dem Gemeinderat präsentiert. Der NÖN liegt die detaillierte Auswertung vor.

Insgesamt sorgte die Pandemie und die mit ihr einhergehenden Lockdowns und Einschränkungen des öffentlichen Lebens in den Jahren 2020 und 2021 für eine Belastung der Stadtfinanzen in Höhe von rund drei Millionen Euro. Die größten „Einbrüche“, wie es KLS-Gemeinderat und Kontrollausschuss-Obmann Wolfgang Mahrer formulierte“, resultieren aus den deutlich geringeren Kommunalsteuerabgaben und Einnahmen der Stadtbetriebe. Alleine durch die Schließungen der Badearena blieb etwa ein 374.000-Euro-Loch.

Pandemie-bedingt fast 500.000 Euro weniger nahm die Stadt in den vergangenen zwei Jahren durch die Parkabgabe ein. Auswirkungen hatte hier auch die Einführung der „Gratis-Parkstunde“ im Sommer 2020. Hinzu kamen unvorhergesehene Mehrausgaben, allen voran für die Sozialhilfeverbands-Umlage (574.000 Euro), das Gesundheitsamt (51.000 Euro) und Subventionen für die Kremser Wirtschaft (47.000 Euro). Deutlich weniger schlimm als anfangs erwartet gestaltete sich die Einnahmesituation bei den Bundesertragsanteilen, die 2021 sogar stark anstiegen.

Insgesamt zeigt sich, dass die Stadt, nachdem sie wie alle anderen Kommunen 2020 von der Pandemie überrumpelt worden war, im folgenden Jahr gut vorbereitet war. Während nach dem ersten Corona-Jahr ein dickes Minus von rund 4,3 Millionen Euro zu Buche stand, beliefen sich die Belastungen im Jahr 2021 nur noch auf rund 70.000 Euro. Nicht berücksichtigt ist in diesen Zahlen ein Bundeszuschuss von ca. 1,3 Millionen Euro.

Der Gemeinderat nahm den Prüfbericht einstimmig zur Kenntnis, Ausschuss-Obmann Mahrer bezeichnete ihn als „einzigartig in Österreich“.

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