Krems: PCR-Teststraße an neuem Ort

Drive-In soll in knapp zwei Wochen im Gewerbegebiet eröffnen. Justizanstalt meldet sechs Infizierte.

Erstellt am 22. September 2021 | 05:12
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Die Justizanstalt Stein meldet sechs infizierte Bedienstete. Häftling hat es keinen erwischt.
Foto: Johann Lechner

Es war ein Wunsch, der ob der bis vor kurzem stark steigenden Zahlen vielfach laut geworden war: Krems braucht wieder eine eigene PCR-Teststraße. Bis zuletzt mussten Behördenvertreter abgesonderte oder „verkehrsbeschränkte“ Personen für einen PCR-Test, dessen negatives Ergebnis ja die vorzeitige Entlassung in die Freiheit bedeuten kann, mangels eigener Möglichkeiten etwa auf die Teststraße in St. Pölten verweisen. Jene in der Strandbadstraße war bereits vor einigen Monaten geschlossen worden.

Nachdem Bürgermeister Reinhard Resch (SPÖ) bereits in der vergangenen Woche angekündigt hatte, dass eine Wiederinbetriebnahme eines Drive-Ins in Krems seitens des Landes angedacht werde, ist nun fix, dass die Stadt wieder eine eigene Gratis-PCR-Testmöglichkeit bekommt. Allerdings nicht mehr in der Strandbandstraße, sondern in unmittelbarer Nachbarschaft des ARBÖ-Prüfzentrums im Gewerbegebiet. Laut Auskunft des Magistrats soll der Betrieb in knapp zwei Wochen aufgenommen werden können. Wie bisher handelt es sich hierbei um eine Teststraße, die nur auf behördliche Zuweisung aufgesucht werden darf.

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Wohl noch einen anderen Bezirk ansteuern, um sich vorzeitig freitesten zu lassen, müssen sechs Bedienstete der Justizanstalt Stein, deren Corona-Infektionen am vergangenen Montag bekannt wurden. Unter den Häftlingen gebe es aktuell keinen einzigen positiven Fall, heißt es auf Nachfrage aus dem Justizministerium.

Es handle sich auch um keinen Cluster, weil die Fälle vereinzelt und im privaten Bereich aufgetreten seien. Die infizierten Personen hätten in der Justizanstalt keine gemeinsamen Dienste versehen. Alle Betroffenen weisen laut der Ministeriumssprecherin einen milden Verlauf auf. Im März dieses Jahres war in Stein ein Cluster mit zwischenzeitlich über 30 infizierten Häftlingen entstanden.

Inzidenz ist in Krems deutlich gesunken

Nach einem Zwischenhoch von über 400 ist die 7-Tage-Inzidenz in der Stadt Krems in den vergangenen Tagen deutlich zurückgegangen. Stand Montag, 20. September, lag der Wert noch bei 257,7. Zum Vergleich: Der oberösterreichische Bezirk Braunau, in dem mittlerweile Ausreisetests eingeführt wurden, hat eine 7-Tage-Inzidenz von 366,2. Unauffällig ist die Maßzahl nach einem kurzen, kräftigen Anstieg Anfang September im Bezirk Krems-Land (203,3).

„Ausreißer“ in den eigenen Reihen ist aktuell die Gemeinde Furth, wo derzeit 27 Personen aktiv infiziert sind. Vergangene Woche waren es in der Gemeinde am Göttweiger Berg noch 20. Bürgermeisterin Gudrun Berger (ÖVP) hat „keine Erklärung dafür“. Ein Cluster sei ihr nicht bekannt. Gar keine Corona-Kranken haben derzeit Aggsbach, Krumau, Spitz, Weinzierl und Weißenkirchen.