Domäne Wachau: Weinsegnung im Kellerschlössel bot Top-Kulinarik

Im Rahmen der vinophil-kulinarischen Begegnung „Wein & Schwein“ im Kellerschlössel der Domäne Wachau fand am 3. November die Weinsegnung des Jahrgangs 2021 statt.

Erstellt am 07. November 2021 | 09:05

Der Wein des Jahres 2021 verspricht laut Kellermeister Heinz Frischengruber grandios zu werden: „Der kalte Winter verzögerte den Austrieb der Reben. Das war ein großer Vorteil. Dadurch hat sich die Reifeperiode nach hinten verschoben und die Trauben hatten während es unvergleichlich goldenen Herbstes ausreichend Zeit, ein optimales Aromaprofil und Säuregleichgewicht zu entwickeln.“

Rainer Pariasek als Interviewpartner

Den Hauptakt des Festes, zu dem Weingut-Leiter Roman Horvath eine rund 70-köpfige Gästeschar begrüßte, bildete der witzige "Wachauer Weitblick-Dialog" zwischen Frischengruber und Sportmoderator Rainer Pariasek - quasi in vertauschten Rollen. Der ORF-Mann lebt seit vielen Jahren in der Region, gilt als großer Kenner ihrer Weine und ist dabei doch immer wieder überrascht von der einzigartigen Vielfalt, die sie bieten. Pariasek erzählte von den Weingärten, die steiler sind als die berüchtigte Mausefalle auf der Kitzbühler Streif. 

Köstlichkeiten aus Küche und Fass

Pfarrer Hugo De Vlaminck segnete den Grüner Veltliner Steinfeder Gneis + Löss 2021, den ersten Wein des neuen Jahrgangs. Parallel tischten Christian Thiery vom Hotel Schloss Dürnstein und sein mit zwei Hauben ausgezeichneter Chefkoch Emil Széchenyi Spezialitäten vom Schwein auf und vereinte dabei zeitgenössische Hauben-Wirtshausküche mit Anleihen aus fernöstlichen Gefilden. Keine leichte Aufgabe für die Sommeliers der Domäne Wachau war es, auf die Köstlichkeiten die richtige Antwort in flüssiger Form zu finden - dank der stilistischen Bandbreite ihrer Weine gelang dies aber großartig.

Winzerfamilien als Wein-Spezialisten

„Ein großartiger Abend“, meinte resümierend Weingutsleiter Roman Horvath. Auch er zeigte sich am Abend nach dem letzten Tag der diesjährigen Weinlese der Domäne bezüglich des neuen Jahrgangs guter Dinge und meinte, „dass aufgrund der exzellenten Bedingungen im Oktober alles auf Weine hindeutet, in denen sich Frische, Eleganz und Tiefe wiederfinden werden.“ Die Vielfalt, die man dank der rund 250 Mitglieder habe, sei die große Stärke des Unternehmens, dem Hans Martin als Obmann vorsteht. Horvath: "Die Winzerfamilien sind unsere Weinspezialisten!" 

Bunte Gästeschar bei Netzwerkabend

An diesem kulinarischen Netzwerkabend waren unter anderem Weinbaupräsident Reinhard Zöchmann, Bundesweinkönigin Diana I. Müller,  ÖVP-Bundesrätin Doris Berger-Grabner, NEOS-NÖ-Chefin Indra Collini mit Geschäftsführer Benjamin Hubijar dabei. Bürgermeister Johann Riesenhuber freute sich, auch Noch-Geschäftsführer Peter Sigmunds von der Tourismusdestination Donau Niederösterreich (er wechselt ins Waldviertel) und seinen designierten Nachfolger Adi Aigner zu treffen. In der Schar der Gäste gesehen wurden aber auch Bezirkshauptmann Günter Stöger, Bundesweinbauverbands-Direktor Josef Glatt, Vinea Wachau-Obmann Emmerich Knoll, Domäne-Ehrenobmann Hans-Georg Schwarz und viele mehr.