"Das Schloss bleibt doch weiterhin offen"

Der Beschluss der EVN, das Schlossrestaurant Ottenstein nicht weiterzuführen, sorgte für Wirbel.

Erstellt am 28. Mai 2014 | 10:00
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Foto: NOEN, zVg

OTTENSTEIN / „Ich weiß nicht, was so schlimm daran ist“, wundert sich EVN-Sprecher Stefan Zach über den Wirbel, den die Schließung des Schlossrestaurants Ottenstein ausgelöst hat.

An den Besichtigungsmöglichkeiten des Schlosses ändere sich nichts, versichert Zach: „Das Tor bleibt offen, man kommt in den Burghof, kann sich die romanische Kapelle anschauen, bis nach hinten zum Brunnen gehen.“ Die Schlossräumlichkeiten selbst konnten schon bisher nur nach Anmeldung besichtigt werden, und daran ändert sich nichts.

Man könne auf Dauer keinen Betrieb führen, der rote Zahlen schreibt, so Zach: „Bei Schönwetter sind die Leute kaum ins Schloss gekommen. Der eigentliche Magnet ist der See. Und wenn das Wetter schlecht ist, kommen die Leute gar nicht.“

Perfekter Ort für Events

Die EVN hat sich bei Errichtung des Kampkraftwerks zur Erhaltung des Schlosses verpflichtet. „Dazu stehen wir auch“, so Zach. „Wir wollen im Schloss verstärkt Events machen, Hochzeiten, Taufen, dafür ist es ein perfekter Ort.“ Im Übrigen sei man für Vorschläge offen.

Gerhard Wandl, Bürgermeister von Rastenfeld, bedauert die Schließung des Schlossrestaurants. Seine Idealvorstellung wäre, dass man das Schloss nicht nur nach Voranmeldung besuchen kann: „Wenn Touristen kommen, sollten sie es besichtigen können, weil es ein Kulturjuwel des Waldviertels ist.“

Wie kann man aus Schloss Ottenstein einen Magneten machen? Derzeit werden mit Unterstützung des Landes Niederösterreich und des Wirtschaftsforums Waldviertel Vorschläge für eine neue Nutzung erarbeitet. „Vielleicht finden wir einen Schwerpunkt für dieses Schloss, durch den wir die Leute herbringen“, hofft Wandl.