14 Plätze für 40 Taxis in Krems. Den Taxlern geht der Platz aus. Trotzdem gibt es keine Obergrenze für Berechtigungen.

Von Franz Aschauer. Erstellt am 29. Juli 2020 (04:46)
Fethi Hichri und Meinhard Lohmann kämpfen für mehr Taxi-Standplätze.
Aschauer

Die Kremser Taxler müssen um jeden Zentimeter kämpfen. Die Zahl der Unternehmen stieg in den vergangenen Jahren scheinbar unaufhörlich. Die Gewerbeabteilung des Magistrats der Stadt Krems verzeichnet aktuell zehn registrierte Taxi-Unternehmen, Meinhard Lohmann, der bekannte holländische Taxler im giftgrünen Bus, behauptet sogar, es seien 17 verschiedene Anbieter, die in Krems unterwegs sind.

Für ihn liegt die Problematik auf der Hand: „Es gibt zu wenige Standplätze.“ Vor allem am Bahnhofplatz komme es deswegen immer wieder zu unangenehmen Situationen. Weil die acht vorgesehenen Standplätze meistens belegt sind, stehen die Taxifahrer immer wieder in den Ladezonen vor dem Café Raimitz oder der Bäckerei Sabathiel und blockieren dadurch Lieferanten. Ärger mit den Chefs Otto Raimitz und Thomas Sabathiel und Strafen von Parksheriffs gebe es immer wieder, erzählt Lohmann.

Mit ihren Ausweichstellplätzen handeln die Taxler der NÖ-Taxi-Betriebsordnung zuwider. In ihr ist festgehalten, dass Taxis nur auf eigens vorgesehenen Standplätzen auffahren dürfen. Insgesamt gibt es in Krems 14 Standplätze für rund 40 Taxis – zusätzlich zum Bahnhofplatz noch zwei vor dem Steinertor, dem Krankenhaus und der Schiffsstation. Die Anzahl der Standplätze richtet sich nach Auskunft des Magistrats nach dem Bedarf der Bürger nach Taxis. Umgekehrt bedeute das, dass nicht für jedes einzelne Fahrzeug ein Standplatz zur Verfügung gestellt wird.

Ausgestellt werden die Taxiausweise, die zum Taxifahren in Krems berechtigen, vom Amt für Führerschein- und Kraftfahrwesen. Eine Obergrenze gibt es trotz des begrenzten Platzangebots nicht. Während Lohmann und sein Kollege Fethi Hichri von „Easy Taxi“ mehr Standplätze auf dem Bahnhofplatz fordern und auch schon wissen, wo die genau realisierbar wären, sieht Verkehrsstadtrat Alfred Scheichel trotz seiner generellen Wertschätzung für die Unternehmen („Taxis sind eine Bereicherung“) ein Überangebot: „Für den Platz, der zur Verfügung steht, gibt es zu viele Taxis in Krems.“

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