„Globart“ erarbeitet Geschenk an die Stadt. „Globart Academy“ lockt zum 20-jährigen Jubiläum mit großen Persönlichkeiten, viel Kultur und einem neuen Format.

Von Petra Vock. Erstellt am 13. August 2017 (06:16)
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Hält am Eröffnungsabend einen Vortrag im Klangraum Minoritenkirche in Stein: Philosoph Peter Sloterdijk. Foto: Globart
Globart

Die Denkwerkstatt „Globart Academy“ feiert heuer ihr 20-jähriges Jubiläum: Von 21. bis 23. September finden sich wieder zahlreiche Experten in Krems ein, um in Vorträgen und Workshops mit den Teilnehmern zu diskutieren.

Kommt nach Krems: Rechtsanwältin Seyran Ates, die eine liberale Moschee eröffnete.
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Nach Lösungen für die aus den Fugen geratene Welt suchen dieses Jahr unter dem Motto „Ordnung/Unordnung“ Philosoph Peter Sloterdijk, Bischof Erwin Kräutler, Migrationsexpertin Saskia Sassen oder die Rechtsanwältin Seyran Ates, die in Berlin eine liberale Moschee eröffnete.

Außerdem mit dabei: der Postwachstumsökonom André Reichl, Religionswissenschaftler Peter Kirchschläger, Menschenrechtsanwältin Elisabeth Steiner, Bildungsexperte Stefan A. Jansen, Designer Daniel Kerber, der Flüchtlingslager revolutionieren will, und viele mehr.

Das Kulturprogramm beinhaltet – wie auch in den vergangenen Jahren – eine Ausstellung im „museumkrems“: Gezeigt werden unter dem Titel „Living in Art Brut“ Werke der wichtigsten Art-Brut-Künstler der Welt aus der Sammlung Hannah Riegers (Eröffnung: 7. September, 18 Uhr).

Spricht in Krems über „Haltung in einer haltlosen Zeit“: Bischof Erwin Kräutler.
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Weitere Highlights: eine Inszenierung zum Thema „Ordnung/Unordnung“ von Hans Hoffer, eine Performance des „Rimini Protokoll“ mit Stefan Kaegi sowie Pianist Paul Gulda und der palästinensische Oudkünstler Marwan Abado. Aus Anlass des Jubiläums wurde ein Kompositionsauftrag an Wolfgang Mitterer vergeben, und Jakob Brossmann stellt in einer filmischen Kurzdokumentation seinen Blick auf „Globart“ vor.

Dazu gibt es ein neues Format, das sogenannte „Zukunftslabor“, in dem 20 Studierende mit Experten Ideen und Konzepte für die Stadtentwicklung Krems 2030 erarbeiten werden – als „Geschenk an die Stadt Krems“, so Globart-Indendantin Heidemarie Dobner.